Unterschätzte Gefahren beim Survival?

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In unserer hochentwickelten Gesellschaft geht es uns ziemlich gut, wir haben alles was wir brauchen und können Dinge beinahe jederzeit und überall besorgen. Es gibt darüber hinaus sogar noch viel Luxus, den wir uns zusätzlich leisten können. Für Manche ist das eigene Leben trotzdem so langweilig, dass sie sich freiwillig Gefahren aussetzen, wie bei manchen Sportarten, gefährlichen Hobbies und anderen Tätigkeiten, bei denen ihre Nerven „gekitzelt“ werden.

Sollte es irgendwann zu einer unerwarteten Ausnahmesituation kommen, in der ein Großteil der Gesellschaftsstrukturen und Systeme zusammenbrechen, werden wir plötzlich und ungewollt realen Gefahren gegenüberstehen. In diesem Artikel möchte ich auf diese Bedrohungen eingehen und bewusst machen. Ich muss zugeben, dass auch mir nur ein Teil dieser Gefahren bekannt, bzw. auch bewusst war, bevor ich mich damit auseinandergesetzt habe.

Welche Gefahren gibt es?

 

  • andere Menschen

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Die größte Bedrohung für Menschen sind wahrscheinlich andere Menschen, das zeigt die Geschichte sehr deutlich. Es finden sich offenbar unendlich viele Gründe, warum man Andere bedrohen und bekämpfen muss. Wenn ich hier auf die Motivation zum Morden eingehen würde, wäre das ein eigener Blog für sich ;). In Extremsituationen werden Menschen eine Bedrohung werden, weil es möglicherweise keine Gesetzte mehr gibt an die sie sich halten müssen und egal was ihre Beweggründe sind, sie können ungestraft handeln.

Tipps: vermeide direkte Konfrontationen, vor allem mit unbekannten Menschen die du nicht einschätzen kannst, gehe keine Risiken ein und handle schnell und effektiv, wenn du dich verteidigen musst.

  • das Wetter

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Das Wetter kann Menschen sehr wohl bedrohen, Blitze, heftige Stürme oder unerwartete Wetterumschwünge fordern jedes Jahr Todesopfer in aller Welt. Der menschliche Körper ist recht fragil und kann in rauen Wetterbedingungen ernsthaft in Lebensgefahr geraten.

Tipps: respektiere das Wetter, vermeide offenes Gelände bei Gewittern, finde Unterschlupf, versuche dich bei Stürmen vor herumfliegenden Dingen zu schützen (Äste z.B.).

  • Geländebeschaffenheit

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Bergsteiger und Alpinisten werden am ehesten verstehen, warum Gelände eine Gefahr sein kann, da es unter ihnen Leute gibt, die nicht alt geworden sind. Aber nicht nur schroffe Felsen und steile Abhänge, Schluchten und Gräben können gefährlich sein, auch den Wald, Sümpfe und Moore sollte man nicht unterschätzen.

Tipps: meide unwegsames Gelände in der Dunkelheit, bevorzuge einen Umweg anstelle eines riskanten Pfades, versuche dich so gut es geht zu sichern, wenn du ein Risiko eingehen musst, verwende Hilfsmittel (Seil, Steigeisen, Stock und dergleichen).

  • thermische Gefahren

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Unser Körper hat permanent zwischen 36,3 und 37,4°C und möchte unter allen Umständen in diesem Bereich bleiben. Starke Unterkühlung oder Überhitzung können im schlimmsten Falle tödlich sein. Einer Überhitzung kann man in unseren Breiten eher entgehen, Unterkühlung ist dagegen auch bei uns eine reale Bedrohung, sofern man dafür nicht ausgerüstet ist, es sind schon Menschen im eigenen Heim erfroren.

Tipps: höre auf deinen Körper, es gibt Anzeichen für Unterkühlung (Schläfrigkeit, Verwirrung, flache Atmung, langsamer Puls, blaugraue Haut, Muskelstarre, niedriger Blutdruck), wie auch für Überhitzung (Kopfschmerzen, Krankheitsgefühl, Schwäche, Schwindel, Übelkeit und Erbrechen, trockene Schleimhäute, Ohrensausen, Flimmern vor den Augen, Durst). Gegen Kälte hilft natürlich gute Kleidung und ein Unterschlupf, bzw. Feuer oder eine andere Wärmequelle, bei Hitze sollte man den Schatten aufsuchen, ein feuchtes Tuch um den Kopf wickeln und genügend Trinken.

  • gefährliche Tiere

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In der Nähe meines Heimatortes gibt es keine Bären und auch keine Wölfe, daher muss ich mich im Wald nicht unbedingt fürchten. Allerdings gibt es Wildschweine, die Menschen durchaus angreifen können. Ich vermute auch, dass in einer Ausnahmesituation viele Hunde unbeaufsichtigt bleiben, dadurch kehren sie vielleicht wieder in ein ursprüngliches Verhalten zurück (Rudelbildung) und könnten letztendlich auch für den Menschen wieder bedrohlich sein.

Tipps: wilde Tiere sollte man generell in Ruhe lassen, wenn sie Nachwuchs haben, sie werden ihre Jungen definitiv verteidigen. Auch wenn das sehr schwer sein wird, sollte man soweit es geht Ruhe bewahren, Tiere können Aggression und Angst in anderen Lebewesen erkennen und reagieren darauf. Bei manchen Tieren ist es auch nicht ratsam sich umzudrehen und wegzulaufen (bei Hunden z.B.), das kann den Jagdinstinkt wecken und Tiere sehen sich schnell bewegende Objekte besser. In der Nacht oder bei Dämmerung sind viele Tierarten aktiv, daher sollte man selbst zu anderen Zeiten aktiv sein. Man sollte etwas mithaben, dass es ermöglicht das Tier auf Distanz zu halten (Stock, Pfefferspray oder eine Schusswaffe).

  • Werkzeuge

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Wenn man bedenkt, dass die meisten Unfälle in der Freizeit und im Haushalt geschehen, darf man Risiken in Verbindung mit Werkzeugen nicht als Bedrohung vergessen. Gerade im Bereich Outdoor, wo Sägen, Messer, Äxte und all diese Dinge eingesetzt werden, sind Verletzungen keine Seltenheit. Diese müssen bei richtiger Versorgung nicht unbedingt eine lebensbedrohliche Situation darstellen, wenn es aber durch besondere Umstände keine medizinische Versorgung mehr gibt, wird eventuell auch ein kleiner Schnitt oder eine Wunde zu einem Risikofaktor.

Tipps: der Umgang mit Werkzeug will gelernt sein, nur Praxis verbessert die Handhabung, zusätzlich sollte man Werkzeug immer so verwenden, wie es ursprünglich gedacht ist und nicht zweckentfremden. Es gibt auch Schutzausrüstung, die man verwenden kann, schnittfeste Handschuhe, Schutzbrillen und Schuhe mit Schutzkappen. Der Einsatz von Werkzeug sollte auch bewusst und hellwach erfolgen, da Unachtsamkeit oder Ablenkung gefährlich werden können.

  • Krankheiten und Infektionen

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Krankheiten und deren Erreger lauern leider überall, in Nahrung, in Tieren, in der Luft und im Wasser. Bei einer aufrechten Versorgung mit Medikamenten, aktiven Krankenhäusern und Ärzten sind unendlich viele Bedrohungen in dieser Richtung kein Problem. Sollte man aber alleine dastehen mit seiner Krankheit, kann sogar eine Grippe oder eine einfache Infektion dramatische Folgen haben. Auch Mücken und Zecken können unangenehme Krankheiten auslösen und sind nicht zu unterschätzen.

Tipps: in Bezug auf Nahrung und Wasser wäre es wichtig diese Dinge abzukochen, dadurch werden viele Erreger abgetötet, Nahrung am Boden ist gefährlich, da Tiere hier ihre Erreger hinterlassen können (Fuchsbandwurm z.B.). Unsere wichtigste Verteidigung gegen Krankheiten ist und bleibt das Immunsystem, daher sollten wir sehr gut darauf achten. Eine gesunde ausgewogene Ernährung, Sport, frische Luft und Entspannung sind essentiell für ein intaktes Immunsystem. Wenn man in der Natur war, sollte man sich im Anschluss auf Zecken absuchen und diese sofort entfernen. Richtige Kleidung kann vor Zecken schützen (langes Gewand, feste und geschlossene Schuhe).

  • Gifte in der Natur

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Die Natur hat zahlreiche Gifte im Einsatz, nicht nur bei Tieren, sondern auch bei Pflanzen. Eine Vergiftung kann durchaus tödlich sein, man hört immer wieder mal etwas von Leuten, die an giftigen Pilzen sterben. In Österreich findet man kaum Tiere mit Gift als Verteidigungsmechanismus, als Beispiel fällt mir nur die Kreuzotter oder die Kreuzspinne ein. Ansonsten gibt es noch Bienen und Wespen, die zumindest für Allergiker sehr gefährlich sein können.

Tipps: wer Pilze als Nahrungsmittel nutzen möchte, sollte genau zwischen essbar und nicht essbar unterscheiden können. Das Gleiche gilt für Beeren und andere Früchte, bzw. generell Pflanzen, auch hier gibt es giftige Vertreter. Auch wenn die Gifte nicht immer tödlich sind, können sie erhebliche Beschwerden auslösen.

 

Zum Abschluss noch die wichtigsten Grundregeln für den Umgang mit Gefahren:

Sei dir der Gefahren bewusst!

Nur wer weiß, welche Gefahren es gibt und diese im Hinterkopf behält, kann sein Verhalten entsprechend anpassen und Strategien für die Vermeidung entwickeln. Man muss nicht ständig daran denken, was alles passieren kann, aber gar nicht an Risiken zu denken, könnte verhängnisvoll sein.

Respektiere die Gefahren und unterschätze sie nicht!

Auch wenn sich die eine oder andere Gefahr nicht so bedrohlich oder wahrscheinlich anhört, sollte man sie nicht herunterspielen oder unterschätzen. Wenn man den Ernst einer Gefahr erst beim Auftreten bemerkt, wird es vielleicht zu spät sein.

Wissen und Strategien für Gefahren!

Umso mehr man über mögliche Gefahren weiß, desto besser kann man sich darauf vorbereiten. Es gibt zahlreiche Methoden zur Minimierung von Risiken und diese sollte man kennen.

 

Seid ihr für die Gefahren da draußen bereit? Waren euch die oben genannten Risiken bewusst? Fallen euch noch weitere Risiken ein, an die ich nicht gedacht habe? Ich würde mich über einen Kommentar freuen!

 

 

 

 

 

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