Krisenvorbereitung und körperliche Verfassung?

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Wenn man sich im Internet ein wenig umschaut, findet man doch einige Mitmenschen die sich mit dem Thema Prepping und Krisenvorsorge beschäftigen. Ich habe auch das Gefühl, dass sich immer mehr für diese Thematik interessieren. Es gibt jedoch einen Punkt, der aus meiner Sicht in diesen Kreisen viel zu wenig Aufmerksamkeit findet, die körperliche Verfassung.

Es gibt tausende Youtube-Videos, in denen es um Ausrüstung, Werkzeuge, Waffen, Nahrungsmittel und zahlreiche andere “materielle” Dinge geht. Es gibt nur wenig Bewusstsein für Fitness und Gesundheit, was aus meiner Sicht aber eine essentielle Angelegenheit beim Überleben ist. Was nützt mir die tollste Ausrüstung, wenn ich stark übergewichtig bin, vielleicht auch noch Raucher und mich beim Gehen nach jedem Kilometer für 10 Minuten hinsetzen muss, damit ich weitergehen kann. Bei einer realen Flucht kann man sicher nicht gemütlich am Wegesrand eine Pause machen.

Welche Probleme sollte man also in Bezug auf die körperliche Verfassung in Extrem- oder Krisensituationen bedenken?

  • Übergewicht

Unserer Gesellschaft geht es einfach viel zu gut, wir haben rund um die Uhr Nahrung, wir essen viele ungesunde und für unseren Körper “schädliche” Nahrungsmittel und viele von uns sind einfach viel zu schwer. Ende des Jahres 2018 hatte ich 130kg bei einer Körpergröße von 182cm, das war nicht nur ein wenig zu viel. 😞 Im Sommer schwitzte ich beinahe permanent und alle körperlichen Aktivitäten waren einfach nur anstrengend. Wenn man in dieser Lage ist, vermeidet man dann eben Bewegung und isst aber trotzdem brav weiter, also wird man mit der Zeit immer schwerer. Wenn ich nun daran denke, dass ich in dieser Verfassung mit einem 20kg schweren Fluchtrucksack 50 Kilometer gehen müsste, eventuell noch über Stock und Stein und durch den Wald, dann braucht man kein Genie sein, um zu erkennen, dass ich hier massive Schwierigkeiten hätte. Leider glauben auch einige, dass Übergewicht ein Vorteil sein kann beim Überleben, speziell in Notzeiten mit wenig Nahrung. Dazu konnte ich aber keine wissenschaftliche Bestätigung finden, nur eine ärztliche Studie, die besagt, dass geringfügiges Übergewicht unter manchen Umständen gewisse Vorteile bringen kann. Nach spätestens 3 Wochen ohne Nahrung bekommt aber Jeder Probleme, egal ob dick oder dünn. Auch in Bezug auf Kälte bringt einem viel Fett kaum Vorteile, da es inaktive Masse ist, die keine Wärme produzieren kann, Muskeln können das schon. Die Qualität unserer Lebensmittel nimmt auch immer mehr ab, da braucht man nur an völlig gehaltloses Fast Food und Fertiggerichte denken, wo sich der Hunger nach 2 Stunden schon wieder meldet. Als Kinder bekamen wir nicht jeden Tag Fleisch und es gab sehr viel Gemüse und Obst das meist noch aus dem eigenen Garten stammte.

Meine Lösung zu diesem Problem heißt: DIÄT

Seit 03.01.2019 mache ich die Intervalldiät, in meinem Fall esse ich einen Tag und einen Tag nicht. In Verbindung mit mindestens 4 Mal pro Woche Bewegung, habe ich bereits 16kg in 2.5 Monaten abgenommen. Ich bin jetzt bereits in der Lage morgens und abends 60 Liegestütz zu machen und das mache ich sogar jeden Tag! Bei der Intervalldiät gibt es verschiedene Varianten, hierzu gibt es tausende Artikel und Anleitungen im Internet, daher gehe ich hier nicht näher darauf ein. Ich kann nur sagen, dass diese Diät die beste, einfachste und effektivste ist, die ich je gemacht habe und ich habe schon sehr viele ausprobiert. Ich versuche auch mich generell gesünder zu ernähren, kleinere Portionen mit guten Nahrungsmitteln, auch das hilft und tut gut.

  • Fitness

Bewegungsmangel ist leider ein großes Problem in unserer Gesellschaft. Wir sitzen oftmals im Job, im Auto, wir schauen im Sitzen oder Liegen auf das Handy, den Fernseher, den Computer oder das Tablet. Wenn es draußen regnet oder schneit bleiben wir lieber im warmen und trockenen Heim. Das Fitnessstudio ist viel zu teuer und Zeit haben wir für so etwas ohnehin nicht. Unsere Kinder kopieren das Verhalten teilweise bereits und gehen auch kaum noch raus. Als Kinder und Jugendliche waren wir ständig draußen, egal welche Jahreszeit oder welches Wetter gerade war, was hätten wir auch sonst tun sollen ohne Computer, Handy, Internet und nur zwei Fernsehsendern? Ich hatte nie Übergewicht in dieser Zeit, obwohl wir auch ordentlich gegessen haben.

Es gab später auch mal eine Zeit mit viel Fitness in meinem Leben, 6 Jahre lang war im Fitnessstudio angemeldet und trainierte 4 – 5 Mal pro Woche. Das war allerdings vor etwa 15 Jahren und seither habe ich mich viel zu sehr gehen lassen. Es gab den einen oder anderen Ansatz wieder zu trainieren, aber in Wahrheit hatte ich weder Lust noch Motivation, geschweige denn die nötige Ausdauer. Seit diesem Jahr hat sich das deutlich geändert, der Trick mit den Liegestütz am Morgen und am Abend ließ nicht mehr die Ausrede zu, dass ich keine Zeit habe, da dies in nur wenigen Minuten erledigt ist. Durch diese Übungen, die Diät und hin und wieder mal etwas Gehen am Laufband begannen die Kilos rasch zu purzeln. Das gab mir einen richtigen Motivationsschub weiterzumachen und nach weniger als 3 Monaten ist es eine Gewohnheit geworden. Jetzt ist es keine lästige Sache mehr zu trainieren, sondern ich freue mich darauf mich zu bewegen, bzw. die Fortschritte zu sehen und den Blick in den Spiegel nicht mehr scheuen zu müssen. Bewegung und Fitness tut gut und verbessert viele Bereiche in unserem Leben, in Bezug auf Survival sollte eine gewisse Grundfitness eine Selbstverständlichkeit sein. Wenn einem nicht mehr alles einfach in die Hände fällt, werden körperliche Anstrengungen die einzige Möglichkeit sein, sich zu versorgen. Nahrung zu suchen, Brennholz zu sammeln, Unterschlupf zu bauen und nicht zuletzt weite Strecken zu gehen, wird zwangsläufig viel Kraft und Ausdauer brauchen.

  • Alkohol und Nikotin

Ich möchte nicht ausschließen, dass es Menschen gibt, die Alkohol trinken und Zigaretten rauchen aber auch schlank und fit sind. Was Alkohol und Nikotin aber im Allgemeinen mit der menschlichen Gesundheit anstellen können, sollte jedem bekannt sein. Leider habe ich auch in meinem näheren Umfeld mitbekommen, wie Alkohol regelrecht ganze Existenzen zerstören kann. Ich habe Gott sei Dank vor ca. 20 Jahren mit dem Rauchen aufgehört, auch mein Alkoholkonsum ging von “regelmäßig und zu viel” auf “selten und geringe Mengen” zurück. Beim Rauchen war es eigentlich gar nicht schwer, mir wurde einfach bewusst, dass es völlig unnötig ist. Es ist im Grunde nur eine “dumme Sucht”, sonst gar nichts. Alkohol mag ich schon noch, aber es ist jetzt das was es sein soll, ein Genussmittel, kein Suchtmittel. Es kann gut sein, dass ich mal mehrere Monate nichts in der Art trinke. Mit Alkohol betäuben sich so manche Leute und fallweise bringt das die schlimmsten Seiten in Menschen zum Vorschein. Gerade in Notsituationen kann das vielleicht problematisch werden. Nikotin wirkt sich natürlich auf die körperliche Leistungsfähigkeit und unsere Lungenfunktion aus und wäre beim Marschieren mit Gepäck sicher kein Vorteil. Sollte es dann keinen Zugriff mehr auf die “Droge” geben, würde der kalte Entzug sicher nicht angenehm für Raucher sein.


 

Zusammenfassend kann ich nur jedem Prepper raten auch an die körperliche Verfassung zu denken und nicht nur an Ausrüstung und Waffen. Es kann sein, dass man seine ganze Kraft und Ausdauer braucht, um eine lebensbedrohliche Situation zu überleben und auch wenn es nie so weit kommt, schadet es nicht seinem Körper und der eigenen Gesundheit etwas Gutes zu tun. Ich bin froh, dass ich nun endlich einen guten Schritt in die richtige Richtung gemacht habe. Ich werde dran bleiben und das Beste aus mir und meinem Körper herausholen, um fit und gesund zu werden und zu bleiben.

Wie geht es euch mit der körperlichen Verfassung? Meint ihr, dass es eine gute Idee ist, die körperliche Verfassung in die Krisenvorbereitung mit einzubeziehen? Würde mich freuen, wenn ihr mir ein Like gebt und den Beitrag kommentiert!

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