Regierung übt für einen Stromausfall (Blackout)?

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Das für mich wahrscheinlichste Krisenszenario, ist ein längerer Stromausfall, auch hier bei uns in Österreich. Darum habe ich Trinkwasser- und Nahrungsvorräte, Batterien, Taschenlampen, Holz zum Heizen und Kochen und noch einiges mehr im Haus. Einige Leute behaupten aber mit Nachdruck, dass so etwas komplett unwahrscheinlich ist und nie passieren wird, aber haben sie damit recht?

Wer auch dieser Meinung ist, sollte sich mal über eine groß angelegte Übung mit Namen „Helios“ informieren. Unter der Leitung des österreichischen Innenministeriums (BMI), wurde von 13. bis 15. Mai 2019 ein fiktives, bundesweites Blackout und die damit verbundenen Folgen geübt. Warum sollte die Regierung so viel Aufwand betreiben, wenn derartige Szenarien unmöglich sein sollen?

An der Übung waren ca. 100 Vertreter aus dem Bundesministerium, der Länder, aus Infrastruktureinrichtungen und Einsatzorganisationen beteiligt. An den Vorbereitungen der Übung war auch das Umweltministerium involviert. Bei der Übung wurde ein europaweiter Mangel an Strom angenommen und ein darauf folgender, bundesweiter Stromausfall. Ein Ziel der Übung war es, dass die oben genannten Vertreter die Möglichkeit bekommen, über Zuständigkeiten und Ministeriumsgrenzen hinweg zu erkennen, wo es tatsächlich zu kommunikativen Problemen kommt. Auch die Bewältigung und der Umgang mit solchen Vorkommnissen, sollte dadurch geübt und verbessert werden.

Ein weiterer Aspekt der Übung sollte die Verbesserung der Vernetzung der einzelnen Bereiche sein, also der Infrastruktur, Einsatzbehörden, wie auch Regierungsistitutionen und dadurch ein besseres Katastrophenmanagement zu schaffen. Die zivile Sicherheit soll dabei ein Kernpunkt gewesen sein.

Wenn man sich vor Augen führt, welche Bereiche im Leben Elektrizität voraussetzen, wird einem schnell klar, dass sehr viele Lebensbereiche davon betroffen wären. Örtliche Stromausfälle kommen immer wieder vor, aber im Falle eines Blackouts im gesamten Land, gestaltet sich eine entsprechende Reaktion ungleich schwieriger. Daher lag der Fokus der Übung nicht am „Energieproblem“, sondern vielmehr am Zusammenspiel der Menschen im Krisenfall.

Zur Reaktionskette gehören viele Institutionen, darunter z.B. die Feuerwehr, das Rote Kreuz, Energieversorgungsunternehmen, E-Control und Verbund, die sogenannte „Austrian Power Grid AG“ und noch einige mehr. Sollte das Zusammenspielen dieser und anderer Bereiche nicht funktionieren, dann sollte das diese Übung auch aufzeigen. Die Koordination im Krisenfall obliegt jedoch dem Innenministerium, mit Unterstützung vom österreichischen Bundesheer.

So eine Übung hat es in diesem Ausmaß in Österreich anscheinend noch nie gegeben, das liegt vielleicht daran, dass es keinen großräumigen Stromausfall mehr seit dem 2.Weltkrieg bei uns gab. Dennoch kommt von Energieversorgern und diversen Experten die Aussage, dass so ein Szenario zwar unwahrscheinlich ist, aber grundsätzlich im Bereich des Möglichen liegt und nicht nur Fiktion ist. Wenn man sich fragt, was bei uns in Österreich am ehesten eine Stromknappheit auslösen könnte, muss man sich nur vor Augen führen wie viel Strom wir aus Wasserkraft beziehen. Sollte es also in sehr trockenen Sommern zu Niedrigwasser in den Flüssen kommen, wäre die Versorgung ernsthaft in Gefahr.

Es ist leider auch nicht so, dass wir zu viel Strom hätten, leider ist es noch immer nicht möglich Strom langfristig zu speichern, er muss dann bereitgestellt werden, wenn er gebraucht wird. Es gab schon Zeiten, wo Österreich auch Strom ins Ausland exportiert hat, aber jetzt gibt es schon Warnungen, dass sich die Chance auf ein Blackout immer mehr erhöht. Der Netzbetreiber APG warnt sogar im Journal „Die Presse“ davor. Die Kosten für die Sicherung der Stromversorgung stiegen zuletzt auf 300 Millionen Euro! Diese Summe war zum Ausgleich von Strommangel aufgrund von trockenen und windstillen Monaten nötig. Vor 5 Jahren genügten hier noch 1,1 Millionen.

Hier der Artikel dazu: „Österreich nähert sich dem Blackout“

Ich selbst habe in meinem Leben keinen Stromausfall erlebt, der länger als ein paar Stunden gedauert hat. Wenn ich mir jetzt aber die jüngste Entwicklung in Bezug auf Strom so anschaue (Versorgung, Bedarf, Warnungen), kann ich nur mit bestem Wissen und Gewissen Vorbereitung treffen und halte das für sinnvoller denn je. Jeder sollte aus meiner Sicht in der Lage sein zumindest 4 Wochen lang eine Eigenversorgung mit Nahrungsmitteln, Wasser, Wärme und vielleicht Medizin bewerkstelligen können.

Der Zivilschutzverband Österreich, hat eine Broschüre erstellt, diese soll ein Ratgeber sein, was im Falle eines Blackouts zu tun ist.

Hier der Link zum PDF: „Blackout-Ratgeber vom österreichischen Zivilschutz“

Es gibt auch einige Shops, die zum Thema Blackout eigene Rubriken anbieten, ein Beispiel wäre hier http://www.krisenvorsorge.at, dazu folgender Link:

Krisenvorsorge.at – Rubrik: „Blackout & Stromausfall“

Krisenvorsorge.at – Artikel: „Informationen und Tipps zur Stromausfall- und Blackoutvorsorge“

Ich bin mir sicher, dass es auch in Deutschland entsprechende Ratgeber und Shops gibt, dazu braucht man nicht lange zu suchen. Auf Seiten vom Katastrophenschutz, dem Zivilschutz oder Regierungsbehörden, wird man hier sicher fündig.

Als Fazit kann ich nur sagen, dass mich die zuletzt veröffentlichten Informationen in meiner Krisenvorsorge bestärken. Ein langer Stromausfall ist definitiv ein Szenario, welches ich mir bei uns vorstellen kann. Der Bedarf an Elektrizität steigt ständig, wenn ich zurückdenke, wie viele Dinge in meiner Kindheit mit Strom funktioniert haben und welche Unmengen an Geräten heute im Einsatz sind, wird mir das schnell klar. Ich werde dafür sorgen, dass wir zumindest für 2 Monate auch ohne Strom leben können, dazu habe ich bereits einiges im Haus und den Rest baue ich langsam auf.

Wie seht ihr die Sache? Denkt ihr die Regierung ist paranoid oder haltet ihr es für möglich, dass die Versorgung mit Strom in Zukunft kritisch werden könnte? Sorgt ihr dafür vor? Lasst es mich wissen und schreibt bitte einen Kommentar dazu, über ein Like und ein Abo meines Blogs würde ich mich ganz besonders freuen!

2 Kommentare

  1. Sehr guter Blog Eintrag.
    Aktuell befasse ich mich selbst auch sehr mit Blackout Szenarien.
    Mein längster Stromausfall war zwar nur eine Nacht und somit weniger schlimm. Aber als die Heizung dannach durch einen Kurzschluss einen Weg hatte.. war das ganze nicht mehr so lustig.
    Ende vom Lied waren 2 Heizfreie Wochen als es draußen gerade so um die 4-5 Grad waren.
    MIT Strom ist es natürlich kein Problem zu heizen. Habe in meinem Fall den Ofen angemacht und die Tür aufgelassen.
    Wäre aber nun auch noch der Strom länger weggeblieben würde es leider anders aussehen.
    Meine Vorbereitungen bei einem Stromausfall.
    Taschenlampen für jede Person im Haushalt eine plus eine Reserve.
    Dann Campinglampen ( auf so Ständern ) um den Raum zu erhellen.
    Batterien, Hier aber nicht so viele horten da sich solche auch entladen und auslaufen können.
    KERZEN KERZEN KERZEN … hierbei aber bitte auch beachten das man ein Glas oder ähnliches zum reintun besitzt. Da die Kerzen sicher stehen sollen.
    Hier könnte man als Zusatz noch etwas für den Brandschutz beipacken.
    Eine extra Wolldecke brauchte ich zum Glück nicht besorgen , da hatte ich genug da.
    Dann ein Aspekt den ich lange nicht so bedacht habe. Die Notfall Toilette.
    Wobei man hier mit Katzenstreu und Plastiktüten , Zuhause mit seinen eigenem Klo wohl auch improvisieren kann.
    Vor einem Notfall Radio scheue ich mich noch da mein Handy einen Empfänger fürs Radio hat. Und ich mit meiner Solar Powerbank dieses auch betreiben kann.
    Ich versuche mich kurz zu fassen.
    Sonst kommt noch der Gaskocher um Essen zuzubereiten.
    Und Plastik Besteck und Pappteller ( da kein Wasser , wenn keine Pumpen laufen)
    Hoffe ich habe jetzt nichts wichtiges vergessen. Lese die Tage nochmal drüber und ergänze bei Bedarf.
    Über ein Video zu dem Thema würde ich mich freuen.
    Wie seht ihr das Thema mit dem Notstrom Aggregat. Weil außer Handy (ohne Netz) , Laptop zum Spielen, Radio& TV für Infos, Licht ,Kühlschrank für Lebensmittel oder die Camping Herdplatte. Wüsste ich nicht wirklich was ich damit anstellen soll. So wenn alles dunkel bleibt.
    Würde mich über ein Video zu dem Thema freuen.
    Schöne Grüße
    Nico

    Liken

    1. Vielen Dank für den ausführlichen Kommentar, du bist auf jeden Fall gut gerüstet, ich muss da noch einiges besorgen, aber ja, das liebe Geld. An eine Toilette denken nur wenige Leute und so ein Camping-Klo mit Chemikalien ist ja eigentlich nicht teuer.
      Ein Video wäre zu dem Thema auch geplant, kann aber noch nicht genau sagen wann ich die Zeit dazu finde etwas in die Richtung zu drehen.

      Über ein Notstromaggregat habe ich zwar schon nachgedacht, aber das geht sich finanziell zur Zeit gar nicht aus.

      Bin gespannt ob es hier noch mehr Kommentare gibt?

      LG Christian

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