6 Mythen beim Survival – TEIL 2!

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In meinem Blogartikel ‚Äě6 Mythen beim Survival‚Äú, bin ich bereits auf einige Mythen in Bezug auf das √úberleben von Extrem- oder Ausnahmesituationen eingegangen. Heute m√∂chte ich diese Liste um weitere 6 Punkte erweitern. Leider gibt es doch einige Bereiche, bei denen auch ich falsche Ansichten gehabt h√§tte.

Link zum ersten Artikel:

https://prepperfox.net/2019/06/26/6-mythen-beim-survival/

Bei uns Menschen gibt es viele, zum Teil fest verankerte Irrt√ľmer in Bezug auf das √úberleben. Einige davon werden auch munter weiterverbreitet und fallweise sogar als gesichertes Wissen weitergegeben. Da es zum Teil nicht nur riskant ist, sondern eventuell sogar lebensbedrohlich, ist es mir wichtig auf diese Mythen n√§her einzugehen, um mich selbst und auch andere vor Schaden zu bewahren. Die Informationen stammen aus mehreren Quellen und sind trotz allem ohne Gew√§hr.

Mythos Nr. 7 – Rohes Fleisch kann man problemlos essen

Es gibt viele Arten von Fleisch, die wir Menschen auch ohne Kochen verzehren k√∂nnen, wer gerne Sushi isst, wird wissen was ich meine, auch Thunfisch oder Lachs kann man auch roh essen. In manchen Survivalshows sieht man auch wie der Protagonist herzhaft in teilweise sogar lebende Tiere bei√üt oder rohe St√ľcke aus einem get√∂teten Tier. Leider ist rohes Fleisch alles andere als sicher. Darin k√∂nnen sich Viren, Bakterien, Parasiten und andere Erreger befinden, die im schlimmsten Fall zu schweren Erkrankungen und sogar zum Tod f√ľhren k√∂nnen. Wer bei Fleisch auf Nummer sichergehen m√∂chte, sollte das Tier vor dem Verzehr t√∂ten und das Fleisch gut kochen und nicht roh essen.

Mythos Nr. 8 – Einen Schlangenbiss mit dem Mund aussaugen

Das ist ein typischer Hollywood-Mythos, kaum wird ein Actionheld von einer Schlange gebissen, wird das Gift aus der Wunde gesaugt. Leider ist das kompletter Schwachsinn, erstens macht man die Wunde dadurch wahrscheinlich gr√∂√üer, als sie urspr√ľnglich gewesen w√§re, zweitens verteilt sich das Gift so schnell im Blut, dass man dieses kaum mehr mit dem Aussaugen aus dem Kreislauf bekommt. Das n√§chste Problem stellt der Speichel dar, den man dadurch in die Wunde bekommt. Auch in unserem Mund leben zahlreiche Kleinstlebewesen und Erreger, die man eigentlich nicht in eine Wunde bekommen m√∂chte. An und f√ľr sich sollte man die Wunde verbinden und einen Arzt aufsuchen, sofern m√∂glich.

Mythos Nr. 9 РMit GPS wird man sich immer orientieren können

In unserer modernen Welt verlassen wir uns sehr auf unsere elektronischen Helferchen, auch in Bezug auf die Orientierung. Aber auch diese Ger√§te sind nicht fehlerfrei, sie haben Batterien, die versagen k√∂nnen, Elektronik die ausfallen kann und bei der Gr√∂√üe von manchen Ger√§ten, ist auch ein Verlust nicht auszuschlie√üen. Es kann auch niemand garantieren, dass dieses System immer online bleibt, GPS geh√∂rt dem Milit√§r und wurde nur f√ľr die zivile Nutzung freigegeben, das hei√üt aber nicht, dass sie diese Freigabe nicht wieder entziehen k√∂nnen oder falsche Positionsdaten senden. Bei der Orientierung geht es auch nicht immer darum zu wissen wo man gerade ist, sondern eher darum wohin man gehen sollte. Ein Umgang mit Karten und einem Kompass, bzw. Wissen f√ľr die Orientierung mit Hilfe der Sonne oder den Sternen, w√§re ratsam.

Mythos Nr. 10 – V√∂gel sind ein klarer Indikator f√ľr Wasser

V√∂gel k√∂nnen definitiv ein Hinweis auf Wasser sein, aber leider nicht immer. Viele V√∂gel halten sich in Wassern√§he auf (Graureier, Teichhuhn, Stockente, usw.), aber es gibt auch Arten, die sich weit vom Wasser wegbewegen, daher kann man V√∂gel nicht generell als Indikator f√ľr Wasser sehen. Man sollte also die Arten kennen, die wirklich st√§ndig Wasser brauchen und bekannter Weise nicht zu weit von ihren Gew√§ssern wegfliegen. Eventuell ist man besser dran, wenn man sich an Insekten orientiert, Libellen sind z.B. beinahe ein todsicherer Hinweis auf irgendeine Art von Wasser und das meist auch in unmittelbarer N√§he. Ob diese Gew√§sser dann auch f√ľr Menschen trinkbar sind, ist selbstverst√§ndlich nicht sicher, da es sich oft auch um Pf√ľtzen, Teiche und andere stehende Gew√§sser handelt.

Mythos Nr. 11 – Eine d√ľnne Rettungsdecke (Folie), ist absolut nutzlos

Diese Aussage habe ich schon √∂fter geh√∂rt, ist auch verst√§ndlich, was soll so eine extrem d√ľnne Folie schon bringen? Eine M√∂glichkeit ist die Plane als Schutz vor Regen zu nutzen, wenn man es vermeiden kann nass zu werden, kann man die K√∂rperw√§rme besser halten, da es nicht zum Ausk√ľhlen durch Verdunstung kommt. Nass f√ľhlt sich K√§lte noch viel schlimmer an und die W√§rme wird sehr gut vom K√∂rper abgeleitet. Das Gleiche gilt auch, wenn man sich mit der d√ľnnen Folie einwickelt, der Schwei√ü vom K√∂rper kann weit weniger schnell verdunsten und somit bleibt auch hier die W√§rme besser am K√∂rper. Die Decke fungiert auch als Reflektor f√ľr W√§rme, also kann sie aufgespannt sogar die W√§rme eines Lagerfeuers reflektieren und so geht diese W√§rme nicht einfach verloren. Diese Decken kosten sehr wenig und wiegen praktisch nichts, jeder sollte so etwas besitzen und mit sich tragen, bzw. zumindest im Rucksack oder Fahrzeug haben.

Mythos Nr. 12 РNasse Streichhölzer braucht man nur trocknen, dann funktionieren sie wieder

Ich wusste bis jetzt gar nicht genau, wie Streichh√∂lzer genau funktionieren, daher habe ich das nachgelesen. Reibt man das Streichholz an der Z√ľndfl√§che, erzeugt die Reibung W√§rme, das reicht aus, um Phosphor zu entz√ľnden, der beim Reiben an den Z√ľndkopf gelangt ist. Mit der umgebenden Luft alleine, w√§re die Reaktion zu gering, um das Holz zu entz√ľnden.¬† Die Temperatur reicht aber, um Schwefel bzw. Antimonsulfid und Sauerstoff zu aktivieren und die Reaktion auszul√∂sen. Der n√∂tige Sauerstoff wird vom Oxidationsmittel (Kaliumchlorat) geliefert. Nun entz√ľndet sich auch das Holz des Streichholzes. Das Problem mit der N√§sse ist nun, dass sich die chemischen Verh√§ltnisse √§ndern und diese kommen auch beim Trocknen nicht mehr auf den urspr√ľnglichen Zustand zur√ľck, daher funktioniert das Streichholz nicht mehr, auch wenn es wieder komplett trocken ist. Es gibt aber die M√∂glichkeit den Streicholzkopf in hei√ües Wachs zu tauchen, damit werden sie best√§ndiger gegen Wasser und z√ľnden trotz N√§sse noch. Oder man investiert etwas mehr Geld und besorgt sich wasserfeste Streichh√∂lzer.


 

Mit diesen 6 neuen Mythen, bin ich noch immer nicht am Ende angelangt, daher werde ich auch noch einen 3.Teil schreiben m√ľssen, f√ľr heute belasse ich es mal bei diesen Punkten. Ich lege jedem ans Herz auch selbst in diese Richtung zu recherchieren, es ist wirklich interessant auf welche Irrt√ľmer man bei diesem Thema kommt und zu lernen, was man wirklich machen soll, kann sogar lebensrettend sein.

Was sagt ihr zu den Mythen, habt ihr diese auch schon einmal geh√∂rt? Waren euch diese Punkte bewusst? Schreibt mir dazu bitte einen Kommentar, √ľber ein Like und ein Abo meines Blogs, w√ľrde ich mich ganz besonders freuen!

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