Outdoor Survival – 10 Tipps!

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Wir Menschen haben lange Zeit in der Wildnis gelebt und √ľberlebt, das hat nur funktioniert, weil wir mit der Natur und nicht gegen sie gearbeitet haben. Heutzutage sitzen wir in warmen H√§usern und Wohnungen, haben alles im √úberfluss und genie√üen den Komfort der modernen Gesellschaft. Dennoch kommt es vor, dass sich Menschen irgendwo in der Wildnis oder zumindest der Natur verlaufen und sind dann pl√∂tzlich darauf angewiesen dort zurecht zu kommen. Dazu habe ich recherchiert und 10 Tipps f√ľr das √úberleben Outdoor zusammengestellt.

Tipp Nr. 1 РReiß dich zusammen!

Panik ist keine Hilfe in einer √úberlebenssituation, daher hei√üt es ‚ÄěRuhe bewahren‚Äú und darauf konzentrieren eine positive und proaktive Haltung zu beziehen.

  • entwickle einen Plan
  • √ľberpr√ľfe die vorhandenen Ressourcen
  • identifiziere die kritischen Aufgaben (setze Priorit√§ten)
  • sei entschlossen Ma√ünahmen zu setzen, das kann √ľber Leben und Tod entscheiden
  • Hoffnung und Verzweiflung bringen dich nicht weiter, konzentriere dich auf die Aufgaben und nicht auf deine Gef√ľhle

Tipp Nr. 2 – Sorge f√ľr Unterschlupf!

Bei K√§lte und extremen Bedingungen, bleiben nur wenige Stunden, bis die Lage lebensgef√§hrlich werden kann. Einer Unterk√ľhlung muss man mit dem Bau eines isolierten Unterschlupfes entgegenwirken.

  • denke klein, da dein K√∂rper die prim√§re W√§rmequelle ist, sollte dein Unterschlupf gerade gro√ü genug sein, damit du im Liegen Platz hast
  • versuche ein Ger√ľst zu bauen, bzw. kannst du eventuell einen umgest√ľrzten Baum oder eine Gel√§ndeformation oder einen Felsen zus√§tzlich nutzen
  • Lehne an den Seiten St√∂cke an dein Ger√ľst, starte mit gr√∂√üeren √Ąsten und nimm dann immer kleinere, um die L√ľcken zu schlie√üen
  • F√ľge eine Isolierung hinzu, an den Seiten und oben, wie auch am Boden, je dicker, desto besser. Dazu kann man Bl√§tter, √Ąste, Rinde, Zweige von Nadelb√§umen, Moos usw. verwenden

Tipp Nr. 3 – Sorge f√ľr Schatten!

In manchen Situationen, ist der Schutz vor Hitze die oberste Priorität, dazu braucht man einen schattigen Platz.

  • wer ein wenig gr√§bt, findet meist k√ľhleren Boden unter der Oberfl√§che
  • nutze St√∂cke und ein Kleidungsst√ľck, damit du dir eine primitive √úberdachung bauen kannst
  • Luft sollte frei durch den Unterschlupf str√∂men k√∂nnen, daher gen√ľgt es, wenn du eine Seite abdeckst, dazu kann man einen Poncho, einen Schlafsack oder andere verf√ľgbare Stoffe nutzen
  • meide die Mittagshitze und gehe eher am Abend oder am fr√ľhen Morgen weiter
  • bewege dich nicht und bleibe am k√ľhlen Boden im Schatten, wenn du Anzeichen von √úberhitzung bemerkst (Schwindel, Kopfschmerzen, √úbelkeit usw.)

Tipp Nr. 4 – Sorge f√ľr sauberes Wasser!

Wenn du √ľber Unterschlupf verf√ľgst, ist sauberes, nicht kontaminiertes Wasser die n√§chste wichtige Priorit√§t.

  • sammle, trinke und lagere Regenwasser, wenn m√∂glich
  • nicht jedes flie√üende Gew√§sser, das sauber aussieht, ist auch tats√§chlich sauber, daher sollte man so ein Wasser trotzdem filtern und eventuell abkochen
  • Schnee und Eis kann man als Wasserquelle nutzen, jedoch sollte man diese Trinkwasserquellen vorher immer schmelzen, egal ob mit einem Feuer, der Sonne oder der eigenen K√∂rperw√§rme (im Schlafsack z.B.)
  • trinke keinesfalls stehende Gew√§sser
  • Das Abkochen von Wasser, f√ľr einige Minuten, ist ein guter Weg Krankheitserreger abzut√∂ten, es entfernt aber meist keine Chemie
  • destilliertes Wasser, ist in Normalfall problemlos trinkbar

Tipp Nr. 5 – Finde andere Wasserquellen und nutze die Vegetation!

Wasser ist wichtig, daher sollte man Zeit in die Suche investieren und mehrere Möglichkeiten kennen und nutzen.

  • man kann nach Wasser graben, es gibt auch einige Pflanzen, die Indikatoren f√ľr Wasser sind, dazu geh√∂ren die Weide, Rohrkolben, Pappeln.
  • auch die Topografie kann Hinweise auf Wasser geben, Senken, Vertiefungen und Felsvorspr√ľnge erh√∂hen die Chancen Wasser zu finden
  • Gewisse Tiere k√∂nnen als Indikatoren f√ľr Wasser herangezogen werden, das trifft bei Libellen, Bienen und zum Teil bei V√∂geln zu
  • nutze Tau am Morgen (T-Shirt √ľber eine Wiese ziehen und auswinden)
  • Pflanzen schwitzen auch, daher ist es m√∂glich eine M√ľllt√ľte √ľber einen lebenden Zweig zu st√ľlpen und das Wasser aus den Bl√§ttern als Trinkwasser zu nutzen

Tipp Nr. 6 – Trage einen Stock (Speer) bei dir!

Ein Speer hat mehrere Vorteile und ist relativ einfach herzustellen.

  • suche einen geraden und langen Ast
  • mache eine Spitze auf eine Seite oder spalte das Holz und spreize die Spitzen auseinander, wenn du z.B. Fische damit erlegen m√∂chtest
  • nutze den Stock zum Fortbewegen in schwierigem Gel√§nde (St√ľtze)
  • trage den Stock immer bei dir, damit du dich gegen Tiere verteidigen kannst (Wildschweine z.B.)

Tipp Nr. 7 – Mache ein Feuer!

Jeder sollte ein paar alternative Methoden kennen, um ein Feuer zu entz√ľnden, wichtig w√§re auch diese Techniken praktisch umsetzen zu k√∂nnen.

  • einfache Wege f√ľr Feuer w√§ren wasserfeste Streichh√∂lzer oder ein Feuerzeug
  • ein Feuerstahl w√§re auch eine M√∂glichkeit, die jedoch eine gewisse Technik und √úbung erfordert
  • etwas schwierigere Alternativen sind Feuersteine, Schlageisen oder das Feuerbohren
  • auch mit Batterien kann man Feuer machen, dazu erzeugt man einen Kurzschluss, ideal funktioniert das mit Stahlwolle
  • mit einem Brennglas (Lupe) und der Sonne l√§sst sich auch ein Feuer machen

Tipp Nr. 8 – Finde Zunder f√ľr dein Feuer und mach was draus!

Der Start des Feuers ist oft schwierig, daher braucht man idealerweise trockenen Zunder, wer der dann brennt, muss man dran bleiben und weiter Dinge beachten.

  • sammle so oft es geht geeignete Zundermaterialien (trockenes Gras, Birkenrinde, Bl√§tter, Wolfsmilch oder Disteln, Kienspan und Harz
  • zum Start eines Feuers braucht man kleine und trockene Zweige, bzw. fein geraspeltes oder geschabtes Holz (zus√§tzlich zum Zunder)
  • halte auch gr√∂√üere √Ąste und Holzst√ľcke bereit, damit dir dein Feuer nicht wieder ausgeht
  • sch√ľtze dein Feuer vor Regen und Wind
  • wenn du das Feuer als Signalfeuer verwenden m√∂chtest, dann kannst du feuchte Bl√§tter oben auf das Feuer legen, aber Vorsicht, das Feuer sollte man damit nicht ersticken

Tipp Nr. 9 – Lerne Wunden zu versorgen!

Erste Hilfe sollte jeder grundlegend beherrschen. Gerade im Freien oder in der Wildnis, w√§chst die Verletzungsgefahr mit jeder Aufgabe, die man erf√ľllen muss.

  • nimm eine Erste-Hilfe-Ausr√ľstung mit, wenn du in die Natur gehst
  • informiere dich √ľber die Versorgung von g√§ngigen Wunden (Schnitt- und Stichwunden, Hautverletzungen wie Verbrennungen oder Sch√ľrfwunden, Blutungen)
  • mache einen Kurs, bzw. lerne einfache Verb√§nde zum machen
  • versuche immer so steril wie m√∂glich zu arbeiten (Handschuhe, Desinfektionsmittel, H√§nde waschen, aber nur mit sauberem Wasser)

Tipp Nr. 10 – Versuche Nahrung zu beschaffen!

Wir kommen zwar einige Zeit ohne fester Nahrung aus, dennoch sollte man nicht allzu spät nach Nahrung Ausschau halten.

  • pflanzliche Nahrung bietet meist nicht genug Kalorien, nur bei Samen, Wurzeln und N√ľssen, kommt man auf gute N√§hrwerte
  • tierische Nahrung bietet mehr N√§hrstoffe und wichtiges Eiwei√ü und Fette
  • Fallen aufzustellen ist besser als Jagen, da man so weniger Energie verbraucht
  • Fleisch sollte man, sofern m√∂glich nicht roh verzehren
  • Fr√ľchte in der N√§he des Bodens, sollte man immer gut waschen, bevor man sie isst (Gefahr Fuchsbandwurm z.B.)
  • wer sich bei Pilzen nicht gut auskennt, sollte diese als Nahrungsquelle meiden

 

Top 5 Ausr√ľstungsgegenst√§nde, welche du in der Natur mithaben solltest?

  1. Feuerzeug – (in wasserdichter Verpackung) und zumindest eine Backupm√∂glichkeit f√ľr Feuer (z.B. ein Feuerstahl)
  2. Kommunikationsgerät Р(Smartphone, Funkgerät z.B.), denke auch daran einen zusätzlichen Akku oder eine Powerbank dabei zu haben
  3. Wasser Рnimm zumindest eine kleine Menge Wasser mit, entweder in einem Trinkrucksack oder einer Feldflasche, damit gewinnst du schon mal ein paar Tage, in heißen Gegenden, solltest du eventuell mehr mitnehmen
  4. Messer Рein Messer dabei zu haben, kann nie ein Fehler sein, man kann es als Werkzeug einsetzen und auch zur Verteidigung, alternativ könnte es auch ein Multiool sein, damit hat man noch mehr Möglichkeiten
  5. Notunterkunft Рein Not Zelt, bzw. ein Notschlafsack oder zumindest eine Rettungsdecke, sollten nicht fehlen, alternativ könnte man auch einen Poncho mitnehmen, dann hat man auch gleich Schutz vor Regen

 

Bei diesen Tipps handelt es sich wirklich nur um grundlegende Hinweise, es w√§re nat√ľrlich das Beste, wenn man seine Wanderungen oder Outdooraktivit√§ten so plant, dass man gar nicht Gefahr l√§uft in Schwierigkeiten zu kommen. Dazu bedarf es guter Informationen √ľber die √∂rtlichen Gegebenheiten, das Wetter und auch m√∂glicher Gefahren. Alleine auf solche Ausfl√ľge zu gehen, stellt immer ein erh√∂htes Risiko dar.

Wenn ihr eine Meinung oder eine Erweiterung zu den Tipps habt, w√ľrde ich mich freuen, wenn ihr mir einen Kommentar hinterlasst. √úber ein Like und ein Abo meines Blogs, w√ľrde ich mich ganz besonders freuen.

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