Wenn Prepper wirklich zu weit gehen?

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Fast bei allen Dingen im Leben, gibt es Menschen die einfach zu weit gehen. Leider ist das auch bei Preppern in Einzelfällen so, dazu habe ich ein paar solcher Fälle recherchiert und bin auf ein paar echt erschreckende Beispiele gestoßen, mehr dazu in diesem Artikel.

Leider gibt es einige Menschen auf dieser Welt, die über den Verstand hinaus in einen Status rutschen, wo sie die reale Welt nicht mehr so wahrnehmen, wie die meisten anderen. Das steht oft in Verbindung mit überzogener Angst, Paranoia, Verfolgungswahn und mentaler Instabilität, wenn solche Leute anfangen Vorbereitungen zu treffen, nimmt das mitunter bizarre Ausmaße an. Auch in den Prepperkreisen finden sich leider einige solcher Leute.

Beispiel Nr. 1 – Ein Wiener wartet in Holland auf den Weltuntergang

Ein sehr aktueller Fall ist eine seltsame Gemeinschaft in Holland, dort wurde auf einem unscheinbaren Hof im Ort Ruinerwold eine Gruppe von Menschen entdeckt, die einige Fragen aufgeworfen hat. Ein 58jähriger Wiener lebte dort im Keller des Hofes mit einigen Jugendlichen zusammen. Sie haben dort anscheinend jahrelang von der Außenwelt getrennt gelebt, lt. aktuellen Informationen waren die Jugendlichen nicht mit dem älteren Mann verwandt, sodass die Staatsanwaltschaft wegen Freiheitsberaubung ermittelt. Der gebürtige Oberösterreicher war vor ca. 9 Jahren ausgewandert und hatte sich den kleinen Hof gemietet. Das Haus befindet sich ein wenig abseits und die Gebäude stehen dicht aneinander, rundherum ist das Gelände mit Büschen und Bäumen verwachsen. Zu anderen Häusern bestehen mehrere hundert Meter Abstand.  Soweit bekannt ist, sollen in einem abgeschlossenen Raum 5 – 6 Jugendliche mit dem Mann gehaust haben. Warum diese Gruppe dort so isoliert gelebt hat, ist bis dato unbekannt. Der einzige Anhaltspunkt war, dass diese Menschen vermutlich auf das „Ende der Zeit“ gewartet haben. Die Mutter der Kinder soll anscheinend vor 9 Jahren gestorben sein. Aufgeflogen ist diese eigenartige Lebensgemeinschaft nur, weil ein 25jähriger das Haus verlassen konnte und in einem Café im Ort aufgetaucht war. Er bat um Hilfe, da seine Brüder und Schwestern noch immer auf dem Hof waren. Anwohner waren schockiert, da sie zwar immer einen alten Mann dort gesehen hatten, aber keine Kinder oder Jugendliche. Berichten zufolge hatte der Mann auf dem Hof einen großen Gemüsegarten und auch einige Tiere, was wohl auch die Nahrungsquellen für die Menschen dort war.

Ob man diesen Mann nun als Prepper sehen möchte, bleibt jedem selbst überlassen, aus meiner Sicht hatte er wohl Angst, dass das Ende der Welt kommen würde und dadurch versuchte er sich bereits jetzt von der Gesellschaft abzukapseln, was einige Jahre wohl auch funktioniert hat. Leider konnte ich nicht herausfinden, wo sie ihr Trinkwasser herbekamen und ob es Strom dort am Hof gab oder nicht. Zweifelsohne war dieser Mann psychisch krank und es ist traurig, dass er junge Menschen in diese Sache mit hineingezogen hat. Ich finde es gut, dass diese Angelegenheit aufgeflogen ist und den jungen Leuten nun geholfen wird.

Hier der Artikel dazu: https://www.diepresse.com/5706646/familiendrama-in-holland-verdacht-der-freiheitsberaubung-gegen-osterreicher

Beispiel Nr. 2 –  Superreiche Prepper brauchen Rat

Ein bekannter Autor und Professor wurde eingeladen einen Vortrag über Technik zu halten, er ging davon aus vor rund 100 Investmentbankern zu sprechen. Als er dort ankam, sah er, dass gerade mal 5 Personen anwesend waren. Es stellte sich heraus, dass diese 5 Leute Prepper waren und Rat brauchten für die zukünftige Apokalypse, von der sie anscheinend ausgehen. Bei den Personen handelte es sich um sehr reiche Leute, einer der Prepper war gerade dabei ein unterirdisches Bunkersystem zu bauen. Ein anderer stellte die Frage, ob es bald möglich sei das Gehirn mit einem Computer zu verbinden und so über den Tod hinaus bei Bewusstsein zu bleiben. Zwei wichtige Fragen standen aber im Vordergrund, erstens wollten sie wissen, welche Region auf der Welt die idealste wäre, um eine Apokalypse zu überstehen und das zweite Anliegen bezog sich auf den Machterhalt nach dem Zusammenbruch. Sie befürchten, dass mit dem Untergang der Welt ja auch Geld nutzlos wird und sie dann ihre Macht verlieren. Sie diskutierten dann auch noch über Nahrungsvorräte in Safes und die Kontrolle von Wachmännern mit speziellen „Halsbändern“ (keine weiteren Details bekannt). Eigentlich sollte der Autor über die Entwicklung der Technik sprechen und wie diese die Menschen in Zukunft weiterbringen sollte, was er jedoch feststellen musste, ist es ging um die große Angst dieser reichen Leute ihre Macht zu verlieren und wie sie die Technik nutzen könnten, damit sie überleben.

Das zeigt wieder einmal deutlich, dass unsere reichen Menschen zum Teil ebenfalls paranoid werden und sie fürchten um ihren Status und ihre Macht. Auch aus dieser Angst heraus entstehen bizarre Vorstellungen und Taktiken, damit sie diese Macht beibehalten können, egal was kommt. Auch diese Menschen sind aus meiner Sicht krank und es wäre sinnvoller sie würden ihr Geld zum Wohle der Menschheit einsetzen und nicht um alles zu tun, damit sie überleben und möglichst ihren ganzen Reichtum und ihre Macht zu erhalten.

Hier der Artikel zu dem Thema: https://www.stern.de/digital/technik/milliardaere-als-prepper–wie-sich-superreiche-auf-die-apokalypse-vorbereiten-8184324.html

 

Beispiel Nr. 3 – Ein Elektriker baut sich einen Atombunker

Ein Mann in Kehlheim (Deutschland), hatte anscheinend Angst vor Russland, daher beschloss er sich einen Atombunker zu bauen. Der 59jährige Elektriker hatte unter anderem ein beachtliches Waffenarsenal, darunter mehrere Handfeuerwaffen, Maschinenpistolen, Sprengstoff und andere gefährliche Substanzen. Durch eine Strafanzeige kam es zu einer Durchsuchung und die Sachen wurden sichergestellt. Der Bunker war in den Kellerräumen eingerichtet und sehr professionell ausgestattet, es waren Lebensmittelvorräte vorhanden und auch Anlagen zur Wasser- und Luftaufbereitung. Erschreckend waren allerdings die Waffen und auch 20.000 Schuss Munition. Da er diese Dinge ohne dazugehöriger Genehmigung besaß, wurde ein Strafverfahren eingeleitet. Lt. Angaben der Behörden war der Mann bisher nicht aufgefallen und es lag nichts gegen ihn auf. Er gab zu Protokoll, dass er sich vor Angriffen aus Russland fürchten würde und seine Familie, Hab und Gut schützen wollte.

Die Beweggründe des Mannes mögen ja edel gewesen sein, aber die Art und Weise kann ich nicht verstehen. Wie schafft man es überhaupt so eine große Menge an Waffen und Munition ohne jegliche Genehmigung zu erwerben? Ich werde das nie verstehen, dass sich einige Menschen auf Waffen und Gewalt verlassen, um ihr Leben zu sichern. Es muss doch noch andere Strategien und Verhaltensweisen geben, ohne sofort andere Menschen zu verletzen oder gar umzubringen. Was ist mit Zusammenhalt, Nächstenliebe, Gemeinschaft, Menschlichkeit? Für mich ist das einfach nur traurig.

Hier der Artikel: https://www.nordbayern.de/region/angst-vor-russland-mann-baut-atombunker-1.4024675?rssPage=bm9yZGJheWVybi5kZQ%3D%3D

 

Beispiel Nr. 4 – Eine ganze Siedlung bereitet sich auf den Weltuntergang vor

Weiter geht’s mit einer Geschichte aus den USA, in South Dakota sind einige Menschen dabei die größte Bunkersiedlung der Welt zu bauen. Man kann dort tatsächlich einen eigenen Bunker erwerben, sozusagen eine bombensichere Wohnung. Auf ca. 46.000km2 entsteht eine Möglichkeit für unzählige Menschen zukünftige Katastrophen zu überstehen. Lt. Information aus dem unten genannten Artikel stehen nach der Fertigstellung 575 Bunker zum Kauf zur Verfügung. Diese sollen, je nach Größe, Platz für 10 – 24 Menschen bieten. Berichten zufolge soll nur ein direkter nuklearer Beschuss ein Problem sein, jegliche andere Bedrohung, soll man in diesen Gebäuden überstehen können. Anscheinend sollen die Bunker auch recht wohnlich eingerichtet sein, also eher wie ein bombensicheres Haus. Zukünftig planen die Erbauer auch ein eigenes Intranet, damit die Kommunikation gesichert werden kann.

Dieses Vorhaben ist einfach nur extrem und ich vermute da steckt ein findiger Geschäftsmann dahinter, der mit der Angst der Leute etwas verdienen will. Oder es handelt sich tatsächlich um viele private, wohl sehr paranoide Menschen.

Hier der Artikel: https://www.hna.de/welt/weltuntergang-groesste-bunkersiedlung-welt-bereitet-sich-vor-zr-11626147.html

 

Beispiel Nr. 5 – „Raven Rock“, Bunker für die Elite

Auch das letzte Beispiel kommt aus den USA, Raven Rock ist eine Bunkeranlage, die für die Elite der USA gebaut wurde. Dazu gab es sogar ein Buch und man kennt daher einige Details. Es geht dabei um ein 900.000m2 großes, unterirdisches Pentagon sozusagen. Was mich bei so etwas immer ärgert, ist die Tatsache, dass solche Projekte oft im Geheimen ausgeführt werden. Das erweckt den Eindruck der Gleichgültigkeit gegenüber dem Volk, Hauptsache die politische Elite und ein paar ausgewählte Individuen sind sicher, was mit dem Rest der Leute passiert, naja man kann sich das denken. Die Amerikaner sind wohl die fleißigsten Bunkerbauer überhaupt und die Steuerzahler wissen wohl tatsächlich über die wenigsten dieser Bauwerke Bescheid. Ich will auf dieses Thema auch gar nicht näher eingehen, diese Extreme sind für mich Ausdruck dafür, dass sich manche über andere erheben und nur für sich selbst sorgen, während sie den Rest der Leute sich selbst überlassen würden und das finde ich nicht in Ordnung.

Hier der Artikel aus der Krone: https://www.krone.at/575010


 

Abschließend möchte ich noch klar sagen, dass es sich hier um Extreme handelt, Ängste können uns Menschen zu eigenartigem Verhalten bringen. Ich bin froh, dass 95% der sogenannten Prepper normale, vernünftige, nette und intelligente Leute sind, die einfach nur gewisse Risiken sehen und etwas tun, um in schwierigen Zeiten besser zurecht zu kommen. Diese wahnsinnigen, egoistischen und Menschen verachtenden Prepper, die sich selbst am nächsten sind und jeden Morgen aus dem Fenster schauen, ob die Welt noch steht, sind Einzelfälle und ich wäre froh, wenn das auch so bleibt. Leider wird die breite Masse der Prepper oft auf solche Extreme reduziert und jeder der nur ein wenig Trinkwasser, Nahrung und eine Taschenlampe zuhause hat, wird in die gleiche Schublade gesteckt. Ja sicher gibt es diese Fälle, aber es sind und bleiben seltene Extreme!

Was sagt ihr zu den krassen Beispielen? Kennt ihr weitere solcher Geschichten? Dann lasst es mich wissen und schreibt mir dazu bitte einen Kommentar. Über ein Like und ein Abo meines Blogs, würde ich mich ganz besonders freuen!

Ein Kommentar

  1. Das die Apokalypse kommen wird ist ja wohl klar, das ist nun mal so. Tatsache ist das dies schon vor 1000 Jahren und länger erzählt wird und immer weiter gegeben wurde. Tatsache ist das sich die Welt in der wir leben immer wieder verändert und verändern wird. Tatsache ist das wir nicht wissen wann die Apokalypse und das Ende der Menschheit kommt. Tatsache ist das einige Menschen übrig bleiben werden. Sollen wir deshalb in Panik geraten? Nein, natürlich nicht. Panik ist für uns äußerst schädlich. Zum Prepper sein gehört auch Umweltschutz. Es gehört auch Fridays for Future dazu. Wer einen Hof und ein Grundstück hat tut sicher gut daran Selbstversorger zu sein, denn das macht ja auch Spass. Eigener Garten, eigene Tiere, das ist immer schön. Den Kreislauf der Natur nutzen und achten. Das Leben achten. Und da sind wir schon wieder beim Christentum. Wer in der Bibel zwischen den Zeilen liest, findet auch eine Prepper Anleitung. Eine Bank mit Aktien und Gold hilft da nicht viel weiter. Aber das ist alles bekannt.

    Das einige Leute in die totale Pakink geraten werden ist auch bekannt und das sind die die das Prepper sein übertreiben.

    Denn es kommt immer anders als man denkt. So ist das zumindest bei mir im Leben.

    Viel Spass beim preppen.

    Gefällt 1 Person

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