Warum ich beschlossen habe Prepper zu werden?

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Ich lebe in Österreich, unser Land könnte man als „sicher“ bezeichnen, es gibt keine drastischen Umweltkatastrophen, abgesehen von stärkeren Gewittern und Stürmen, passiert hier nicht viel. Es gibt keine Erdbeben (habe gerade mal 2 Beben erlebt in 42 Jahren), keine Springfluten, keine Tornados, keine Schäden durch Sonnenwind, kein Meteoriteneinschlag.
Es gibt auch keine zivilen Unruhen, keinen Krieg, die Wirtschaft ist soweit in Ordnung, die Arbeitslosigkeit ist gering.
Wir haben keine Atomkraftwerke, unsere Chemiefirmen sind modern und sicher, die Stromversorgung ist stabil (der längste Stromausfall in meinem Leben, ging über ca. 6 – 8 Stunden), Lebensmittel, Trinkwasser sind praktisch immer und überall verfügbar.
Unser Gesundheitssystem ist gut, beinahe alle bekannten Krankheiten und Verletzung können in irgendeiner Form behandelt werden, dafür sind wir versichert, zusätzlich können wir unzählige Vorsorgeuntersuchungen machen, um Krankheiten frühzeitig zu erkennen, gegen großflächige Krankheiten wie z.B. Grippe, kann man sich impfen lassen. Es gibt praktisch keine bedrohlichen, stark ansteckenden und tödlichen Erkrankungen, die eine große Anzahl von Menschen zugleich befallen könnten.
Es gibt nur sehr wenige Verbrechen, die Gewalt und Mord einschließen, die Polizei macht ihre Arbeit und es gibt keinen Grund bewaffnet aus dem Haus zu gehen.

Also gut und warum in aller Welt, fängt man dann an sich auf Extremsituationen und Desaster vorzubereiten?

Die Antwort ist nicht so einfach………
Ich finde Menschen in normalen Alltagssituationen und normalen Umständen ziemlich langweilig, wenn wir aber starkem Stress und extremen Situationen ausgesetzt sind, zeigt sich unser wahres Gesicht und dann handeln wir irrational, unlogisch, emotional, unvorhersehbar und mitunter extrem und das fasziniert mich schon seit langem. Aus diesem Grund heraus beschäftige ich mich seit ich denken kann, mit solchen Situationen und dazu gehören auf jeden Fall, Kriege, Naturkatastrophen, Zusammenbrüche irgendwelcher Systeme (z.B. Finanzsystem), oder auch Flucht- und Survivalsituationen. Dazu habe ich Unmengen an Dokumentationen gesehen, Artikel gelesen, aber auch mit Zeitzeugen gesprochen. Als ich ein Kind war, hat mir ein Nachbar so einiges vom 1.Weltkrieg erzählt, wie er z.B. zu Fuß von Italien nach Österreich gehen musste und beinahe verhungert und verdurstet wäre. Berichte vom 2.Weltkrieg habe ich durch meine Mutter bekommen, die mir viel von der Besatzung Niederösterreichs durch die Russen erzählt hat. Das hat mich schon geprägt und mir bewusst gemacht, dass es möglich ist, einen Krieg zu erleben und daher denke ich, es wäre dumm zu behaupten, dass dies nie wieder passieren kann, auch hier bei uns in Europa.
Ich bin, auch wenn ich den Ausdruck nicht mag, ein Verschwörungstheoretiker, das bedeutet aber für mich nichts Anderes, als dass ich nach der Wahrheit suche und mich dabei nicht auf Medien, Politiker oder Institutionen verlasse, weil ich weiß, dass hier gelogen und bewusst beeinflusst wird und wer das bestreitet ist einfach nur realitätsfremd.
Wenn man ein wenig weiß, was hinter den Kulissen der „öffentlichen Informationsgesellschaft“ abläuft, merkt man schnell, dass viele Dinge in der heutigen Welt bewusst gelenkt sind und es nur wenige Zufälle gibt, auch wenn es oft so dargestellt wird.
Hört man auf Leute wie Edward Snowden, oder Julian Assange, dem Gründer von Wikileaks und auf viele andere, sogenannte „Wistleblower“, dann würde Vieles vorborgen bleiben, was die breite Masse nicht wissen soll und das ist nicht in Ordnung.

Zusammengefasst, bin ich mir vieler Risiken bewusst, die es in unsere Welt gibt und die meine und auch eure Existenz bedrohen könnten, von „durchaus vorstellbar“, bis „schwer zu glauben“ und „so böse und teuflisch, das kann ich gar nicht durchdenken“.

Da ich bisher immer passiv war und mit dem Input, den ich durch meine Recherche bekommen habe, im Prinzip nichts weiter angestellt habe, wie etwa diese Infos großflächig auf irgendwelchen Plattformen zu verbreiten oder meinen Freunden und Bekannten meine Meinungen und mein Wissen aufzuzwingen, wollte ich dennoch aktiv werden und etwas tun, damit ich auf mögliche, zukünftige Ereignisse, die mich bedrohen könnten reagieren kann. Aus diesem Wunsch heraus, bin ich irgendwie auf Prepper gekommen, die ähnlich denken wie ich, auch hier gibt es Menschen, die sich Sorgen machen, verschiedenste Szenarien im Kopf durchspielen und sich physisch und psychisch, bzw. auch praktisch auf diese Ereignisse vorbereiten. Die Spanne ist hier allerdings extrem, es beginnt bei Leuten, die einfach zuhause Dinge horten, damit sie etwa bei einem Versorgungsengpass in Bezug auf Lebensmittel oder Trinkwasser, durch z.B. einen längeren Stromausfall, abgesichert sind.
Dann gibt es Leute, die nichts im Haus haben, aber einen Fluchtrucksack mit Überlebensutensilien, Notnahrung, Zelt, Schlafsack, was auch immer, um im Falle eines Notfalls abhauen zu können. Im Extremfall sehe ich dann Leute, die sich auf Weltkrieg, Zombieapokalypse, Atomkrieg oder Atomunfall, Pandemien und extreme Naturkatastrophen vorbereiten.
Es ist sehr schwierig hier eine Linie zu ziehen, zwischen „gesundem Menschenverstand“ und „paranoider Wahnvorstellungen“. Mich selbst würde ich eher am unteren Ende dieser Skala einreihen, ich möchte Zuhause ein paar Dinge haben, die es mir ermöglichen ein paar Monate ohne Strom, ohne Lebensmittel- und Wasserversorgung, bzw. ohne Mobilität (kein Benzin), über die Runden zu kommen. Zusätzlich bin ich dabei einen Rucksack zusammenzustellen, den man als „Bugoutbag“ bezeichnen könnte, hier sollen Dinge enthalten sein, die es mir möglich machen, mein Haus zu verlassen und ein paar Tage oder Wochen in der Natur (am Land im Wald z.B.) überleben zu können, falls ich mich verstecken müsste. Wenn ich hier alles beisammen habe, ist es aus meiner Sicht wieder vorbei mit dem Kopfkino und ich kann mein normales Leben weiterführen und hoffen, dass ich diese „Noteinrichtungen“ niemals brauchen werde, genauso, wie ich hoffe, dass ich den Airbag und die Knautschzone, bzw. den Sicherheitsgurt im Auto nie brauchen werden, obwohl es mir ein sicheres Gefühl gibt, wenn ich diese Sachen habe.

Ich denke es ist nichts falsch daran, nachzudenken, was man in bestimmten, extremen Situationen tun würde, das wird den Schock etwas geringer halten, bzw. die Handlungsfähigkeit erhöhen und eventuell sogar ein Überleben erleichtern. Sollten aber Angst und Paranoia im Vordergrund stehen und die einzige Triebfeder sein, dann muss man sich Hilfe holen, das ist nicht gesund und kann jemanden innerlich auffressen und ein „normales“ Leben verhindern.

Das war der erste Eintrag in meinem Blog, es kommen sicher noch weitere Gedanken dazu und ich würde mich freuen, wenn ich hier einen regen Austausch anfachen kann, weil mich interessiert, wie andere hier denken.

2 Kommentare

  1. Hallo und guten Abend!
    Durch Twitter habe ich den Beitrag bzw. den Blog gefunden. Da mich schon längere Zeit der Umgang bzw. die Lösung von Notsituationen (z.B. Prepperinformationen und auch Notstromversorgung u.ä. ) interessieren, jedoch es kaum Lösungen gibt ohne gleich an einem Camp teilnehmen zu müssen, werde ich zukünftig sehr interessiert den Blog verfolgen und freue mich auf zukünftige Tipps!!!
    Gruß Frau Freitag

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    1. Hallo, es freut mich sehr, dass mich jemand bei meinem Weg zum Prepper und bei meinen Vorbereitungen begleitet. Krisenvorsorge ist eine sinnvolle Sache und ich hoffe, dass ich viele Menschen mit meinem Blog zum Nachdenken anrege und natürlich auch eine Hilfe sein kann. Danke für das Interesse! LG Prepper Fox

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