Flucht ohne Plan?

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Sollte man sich überlegen, wohin man flüchtet, falls man sein Haus, seinen Wohnort, sein Land verlassen muss?

Viele sagen jetzt wahrscheinlich, „wenn es soweit ist, fällt mir schon was ein, wo ich hingehe“, wieder andere werden sagen „ich gehe nicht weg von zuhause, egal was passiert“, ich kann mir vorstellen, dass es Notsituationen gibt, in denen man keine Zeit hat, lange nachzudenken, wohin man nun flüchtet, ich kann mir auch vorstellen, dass es passieren kann, dass zwangsevakuiert wird und man einfach die Anweisung bekommt die Gegend zu verlassen, wie es in Tschernobyl z.B. gehandhabt wurde. Es besteht natürlich hier ein erheblicher Unterschied, in Bezug auf die Ausgangssituation, wie folgt:

  • welche Bedrohung besteht? (Naturkatastrophe, Krieg, Ausnahmezustand, Verstrahlung durch Atombombe, zivile Unruhen durch Kollaps der Wirtschaft,….)
  • wo lebt man? (am Land, in der Stadt, in den Bergen)
  • welche Fluchtwege kann ich nutzen? (Straßen, öffentliche Verkehrsmittel, Hubschrauber, Flugzeug, zu Fuß)
  • sind Institutionen bei der Flucht behilflich (Militär, Feuerwehr, Rettung, usw.)
  • steht ein Zufluchtsort zu Verfügung? (Zelt, Stadion, Werkshallen, Containerlager)
  • bin ich in Gefahr, wenn große Gruppen von Menschen in Panik fliehen?
  • habe ich Familienmitglieder, Freunde oder Nachbarn, denen ich helfen sollte?
  • gibt es Verletzte, die betreut werden müssen?
  • bin ich selbst verletzt, oder krank und gar nicht in der Lage ohne Hilfe zu flüchten?
  • bin ich eingesperrt durch Überflutung, Feuer, Trümmer?
  • ……….. u.v.m.

Viele, viele Dinge, die zum Tragen kommen könnten, daher wird es kaum möglich sein, alles theoretisch durchzuspielen und so werde ich für mich persönlich, „meinen Plan“ nur auf ein paar spezielle Umstände beschränken. Sofern es noch möglich ist, in die Natur zu fliehen, also z.B. keine Verstrahlung vorhanden ist, oder feindliches Militär, das uns bedrohen könnte, Giftgas oder andere biologische Stoffe in der Luft sind und es nur darum geht, ein paar Tage oder Wochen, im worst case vielleicht Monate, ein Versteck aufzusuchen, würde ich an zwei Orte denken. Die Orte kann und will ich natürlich nicht nennen, aber es handelt sich um größere Wälder, wo ich mich, aus meiner Sicht, leichter verstecken kann, es gibt genug Holz, um etwas zu bauen, bzw. Feuer zu machen, ich wäre zumindest ein wenig geschützt, in Bezug auf Witterungseinflüsse, bei beiden Wäldern gibt es Bäche, die Trinkwasserqualität haben (bzw. kann ich den Filter oder die Wasseraufbereitungstabletten aus meinem Bugoutbag nutzen), Häuser gibt es hier nur vereinzelt und weit abgelegen, es gibt genug Pflanzen und Tiere, die man als Nahrungsquelle nutzen könnte (außer im Winter, dann wird es schwierig) und ich kenne mich, zumindest in einem der beiden Wälder sehr gut aus, weil ich als Kind und Jugendlicher oft dort unterwegs war. Meine erste Wahl, wäre natürlich der Wald, wo ich mich auskenne, da dieser aber relativ weit von meinem jetzigen Wohnort entfernt ist, würde es ohne Fahrzeug ewig dauern, dort hinzukommen, darum habe ich die zweite Location ausgesucht, die näher wäre, bzw. im Notfall auch zu Fuß zu erreichen ist, falls mein Auto oder die Strassen unbenutzbar sind.

Für Szenarien, die eine INCH (i never come home) – Situation darstellen, habe ich ehrlich gesagt keinen Plan und wüsste auch nicht, wie ich das planen soll. Ich kann nur soweit vorbereiten, dass ich die wichtigsten Dinge ins Bugoutbag packe (Pass, Dokumente, Führerscheine, usw.), die ich brauchen würde, um auch in einem anderen Land oder in einer anderen Region in Österreich, neu Fuß fassen zu können. Ansonsten kann ich ja nicht nachweisen, wer ich bin, bzw. was ich kann.

Wie sieht euer Plan aus, habt ihr einen oder sogar mehrere? Denkt ihr weiter wie ich? Bitte hinterlasst einen Kommentar, oder schreibt mir per Mail, würde mich echt interessieren, wie ihr das seht.

 

 

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