Camouflage oder „grey man“?

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Ich sehe mir sehr viele Videos auf Youtube an, in Bezug auf Prepper und Leute, die über Krisenvorsorge, Bugout, Bugin und natürlich Ausrüstung und Kleidung sprechen, dabei fällt mir ein deutlicher Trend auf. Die Rucksäcke, die Jacken, Hosen, Kappen, Handschuhe, ja sogar die Waffen, wie Messer und Gewehre in Camouflage, also Tarnfarbe gehalten. Es gibt auch Bugoutbags, die Tarnnetze, Zelte in Tarnfarbe und Stifte mit Tarnfarbe für das Gesicht enthalten.

Macht das Sinn, sieht es nur cool aus oder ist es sogar gefährlich?

Es gibt sicher Umstände, wo eine Tarnung durchaus Sinn macht, wenn ich mich im Wald verstecken möchte und auf keinen Fall gesehen werden soll, dann helfen mir Tarnfarben natürlich sehr. Gerne kaufen Prepper auch Militärausrüstung, die ja oft in Tarnfarbe gehalten ist, aber andere gute Eigenschaften haben, wie gute Verarbeitung, Langlebigkeit und im Gebrauchtmarkt eventuell auch noch günstig zu haben sind. Andererseits kann es durchaus gefährlich sein „militärisch“ auszusehen, vor allem in Kriegssituationen, wenn ich hier durch die Tarnung einen bedrohlichen Eindruck mache, kann mich das im schlimmsten Fall mein Leben kosten. Sollte es zu Unruhen in der Bevölkerung kommen, ist es sicher auch kein Vorteil bei großen Menschenansammlungen in Tarnbekleidung herumzustehen, vielleicht noch mit einer Waffe umgehängt, oder dem Rambo-Messer am Gürtel, vielleicht auch noch vermummt. Im Winter sticht man mit Tarnkleidung sogar intensiv aus der Landschaft heraus und es wird nicht möglich sein, sich auf Schnee, Wüste, Wald, Wiesen mit den jeweiligen Tarnfarben einzustellen.

Alternativ gibt es das sogenannte „grey man concept“, was bedeutet, dass man eher unscheinbar gekleidet sein soll und auf keinen Fall „vorbereitet“ oder „zielgerichtet“ erscheinen soll. In der Masse soll man untergehen und wie alle anderen schockiert, desorientiert und verängstigt wirken, um nicht aufzufallen. Auch im Wald oder in der Wildnis, kann es ein Vorteil sein, zivil und nicht bedrohlich zu wirken, außer man hat es mit Konkurrenten zu tun, die zur Bedrohung werden können, wenn man schwach und wie eine graue Maus aussieht.

Ich habe ja beschlossen in den Wald zu flüchten, sollte es nötig werden sich zu verstecken, abhauen werde ich eher als „grey man“, ich packe aber auch Tarnkleidung in mein Bugoutbag, falls ich im Sommer unterwegs bin und mich tatsächlich unscheinbar verstecken muss. Meine Winterkleidung ist schwarz, also eher unscheinbar, vor allem nachts. Im Prinzip kann ich ja auch meinen Unterschlupf tarnen, falls ich so etwas habe, das geht mit Ästen, Tannen- und Fichtenzweigen, Blättern und Rinde. Was mit Sicherheit ein Problem sein wird, ist Feuer im Lager, auch wenn ich getarnt dort sitze, es gibt Licht ab, es macht Geräusche, es riecht bis in die Ferne, es raucht und wenn gekocht wird, entstehen auch hier Gerüche, die extrem weit getragen werden, vor allem, wenn Wind geht.

Also, Tarnung, ja oder nein? Hier kann ich nur mit einem klaren „JEIN“ antworten, es kommt eben auf die Situation an, Tarnung kann gefährlich werden, Unscheinbarkeit ebenfalls, aber alles in Allem, denke ich, dass man mit dem „grey man concept“ am besten fährt, es passt in viele Situationen und verlangt keine spezielle Funktionskleidung, die oft viel Geld kostet und zum Teil auch eigenartig oder unüblich aussieht.

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Was denkt ihr, steht ihr auf Tarnfarbe, wo seht ihr die Vorteile und Nachteile? Auch „grey man“ können gerne einen Kommentar hinterlassen!

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