Top 10 – Prepper Ausrüstung!

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Wer gerade mit dem Prepping oder dem Zusammenstellen eines Fluchtrucksackes (Bugoutbag) beginnt, ist am Anfang oft etwas ratlos. Es gibt so viele Videos, Artikel und Bücher und man könnte problemlos tausende Euro in Ausrüstung investieren. Das macht natürlich wenig Sinn, wenn schon Ausrüstung gekauft wird, sollte man sich zuerst auf die wesentlichen Dinge konzentrieren. Man kann ja später immer noch weiter einkaufen, aber die „Essentials“ sollte man dann schon beisammen haben.

Da ich jetzt schon eine geraume Zeit ins Prepping investiert habe, mit Recherche, aber auch mit Einkäufen und Tests der jeweiligen Gegenstände, sollte ich in der Lage sein eine sinnvolle Top 10 Liste zu präsentieren. Diese Liste ist auf jeden Fall subjektiv und muss nicht zwangsläufig für euch passen. Ihr solltet euch natürlich eigene Gedanken machen, auch eigene Prioritäten müsst ihr dann selbst setzen, aber als Vorschlag passt die Liste allemal. 🙂 Die Reihenfolge entspricht nicht unbedingt der Wichtigkeit der Dinge, sondern ist zufällig. Fallweise habe ich Beispiele bei Amazon verlinkt.

  • Nummer 1: Erste Hilfe Set

Im Auto haben wir so etwas, jeder gute Haushalt besitzt hoffentlich eine medizinische Grundversorgung und wenn es keinen Arzt, Rettung oder ein Krankenhaus gibt, sollte dieser Ausrüstungsgegenstand auf keinen Fall fehlen. Es muss nicht unbedingt eine Ausstattung sein, die einen Notarzt vor Neid erblassen lässt, eine solide, gut sortierte und eventuell wasserdicht verpackte, handelsübliche Erste Hilfe Taschen sollte es aber schon sein. Wer denkt, „ein paar Pflaster und eine Hautsalbe werden schon reichen“, sollte vielleicht noch einmal nachdenken.

90-teil.-Erste-Hilfe-Set

  • Nummer 2: Licht

Es ist wohl schon schwierig genug in einer Stresssituation, z.B. bei einer Flucht in die Wildnis alles Nötige zu erledigen, um am Leben zu bleiben. Wenn es dazu noch stockdunkel ist, wird das Ganze vielleicht sogar lebensgefährlich. Es ist auch nicht immer möglich ein Feuer zu machen, dann braucht man irgendetwas mit dem man sich gute Sicht verschaffen kann. Dazu würde ich eine Stirnlampe empfehlen, da man so auch mit beiden Händen weiterarbeiten kann. Viele dieser Lampen haben sogar verschiedene Helligkeitsstufen oder Rotlicht, wenn man etwa nicht zu viel Aufmerksamkeit erregen will. Selbstverständlich sollte man dann auch Ersatzbatterien mitnehmen.

Stirnlampe von Alien Scout

  • Nummer 3: Unterschlupf

Widrige Wetterbedingungen können einem Menschen in wenigen Stunden gefährlich werden. Daher sollte irgendeine Form von Unterschlupf in eurem Fluchtrucksack nicht fehlen. Viele werden jetzt sagen „ich kann mir doch einen Unterschlupf bauen“, ja das geht möglicherweise, wenn man aber schon stark geschwächt ist, vielleicht sogar verletzt, wird es problematisch werden. Ob euer Unterschlupf nun ein Zelt, ein Schlafsack, eine Decke (Notdecke, Wolldecke), ein Tarp oder sonst irgendwas ist, spielt keine so große Rolle, gar keinen Unterschlupf zu haben dagegen schon. Je nach Situation geht es darum trocken oder warm zu bleiben. Ideal wäre also etwas für beide Bedürfnisse dabei zu haben.

  • Nummer 4: Nahrung und Wasser

Wenn man davon ausgeht, dass man vielleicht nur für ein paar Tage seinen Wohnort verlassen muss und dann wieder zurückkehren kann, wäre es ratsam zumindest eine kleine Menge Nahrung und Wasser mitzunehmen. Eine PET-Flasche mit Wasser kann man sicher problemlos und schnell greifen und mitnehmen, bei der Nahrung sollte man halt darauf achten, dass sie eine hohe Kaloriendichte hat. Erdnussbutter wäre hier z.B. ein super Tipp. Es gibt natürlich auch Notnahrung in Form von Getreideriegeln, Proteinriegel oder Trekkingnahrung. In einer Stresssituation verbrennen wir noch viel mehr Kalorien als sonst, wir schwitzen eventuell mehr, also bitte Wasser und Nahrung gleich mitnehmen und nicht erst suchen, wenn es schon zu spät ist.

  • Nummer 5: Feuer

Ein Feuer hilft bei vielen Dingen, es wärmt, spendet Licht, man kann damit Kochen und auch für die Psyche ist Feuer ungemein wichtig. Es gibt zahlreiche Utensilien die man zum Feuermachen nutzen kann. Empfehlenswert ist natürlich ein Feuerzeug, weil es einfach geht, aber auch wasserfeste Streichhölzer oder ein Feuerstahl sollten nicht fehlen. Man kann sich bei wichtigen Dingen nicht nur auf eine Lösung verlassen, sondern sollte flexibel sein und mehrere Wege parat haben. Was manche vergessen ist Zunder, das beste Feuerzeug ist nutzlos, wenn man etwas entzünden möchte das vollkommen nass oder schwer entzündbar ist. Meine Empfehlung wären Abschminkpads mit Wachs getränkt (wasserdicht aufbewahrt), es geht aber Watte, Trocknerfussel und viele andere Dinge. Wer also nicht mühsam in der Natur nach Kienspan oder Birkenrinde suchen möchte, sollte an Zunder denken.

The Friendly Swede 2er-Set Feuerstarter Easy Grip (Schwarz)

  • Nummer 6: ein Multitool

Jeder kennt diese Zangen-, Messer-, Schraubendreher-, Feilen-, Sägen-, usw. Multifunktionswunder. Für Prepper ist Multifunktion ein wahres Muss, also gebt bitte so etwas in eurer Bugoutbag. Wie man welches Tool verwendet, brauche ich wohl nicht lange zu erklären, alleine für die Zange fallen mir viele verschiedene Verwendungsmöglichkeiten ein. Aus meiner Sicht muss es auch kein Leatherman sein, aber es sollte auch kein 3 Euro Mist aus China werden.

Gerber Multi-Tool Suspension, Grau, 22-01471

  • Nummer 7: Selbstverteidigung

Wenn Chaos herrscht und keine Gesetze oder Regeln mehr gelten, kann es schnell kritisch werden und man steht Bedrohungen gegenüber in Bezug auf andere Menschen oder Tiere. Wenn es soweit ist, sollte man eine Möglichkeit haben sich zu verteidigen. Nicht alle von uns beherrschen eine Nahkampftechnik, daher kommen hier Optionen wie Schusswaffen, Pfefferspray, Schlagstöcke, Elektroschocker, usw. in den Sinn. Es wäre einfach unrealistisch nicht über diese Gefahr nachzudenken. Ich habe z.B. lange überlegt was ich tun würde, wenn mich ein Rudel freilaufender Hunde angreift. Wenn sich niemand mehr um die Tiere kümmert, ist es nicht abwegig zu vermuten, dass sie wieder in ein „Wolfverhalten“ zurückkehren und auch Menschen gefährlich werden können. Meine Ausrüstung beinhaltet daher Pfefferspray und einen Teleskopschlagstock.

ABUS Abwehrspray SDS80

  • Nummer 8: ein gutes Messer

Ein Messer ist und bleibt ein multifunktionelles Tool das jeder Prepper haben sollte. Man kann damit Dinge herstellen (Schnitzen z.B.), es ist ein Werkzeug (Hacken, Graben, usw.), auch zur Nahrungsverarbeitung dient es, man kann sich damit verteidigen und noch so viel mehr. Egal wie lange man in der Geschichte zurück blickt, Messer gab es immer in irgendeiner Form und wenn es nur ein scharfer Stein war, der zum Häuten von Tieren verwendetet wurde. Ich muss für mich selbst noch herausfinden, welches Messer für mich passt, ein Platz in meinem Fluchtrucksack ist aber definitiv für mindestens ein Messer reserviert.

Light My Fire Funktionsmesser Mit Feurstahl, Schwarz, One Size

  • Nummer 9: ein Rucksack

Ihr habt jetzt alle oben beschriebenen Dinge vor euch liegen und es fehlt noch etwas für den Transport? Ein Rucksack ist wohl eines der wichtigsten Dinge beim Preppen, da es hier unendlich viel Auswahl und genauso viele Meinungen dazu gibt, unterlasse ich es bewusst einen Tipp abzugeben. Zwei Dinge sollte man beachten, der Rucksack sollte ordentlich verarbeitet sein und die Möglichkeit bieten alles Nötige geordnet einzupacken (viele Taschen, Schlaufen, Fächer, usw.). Zusätzlich zum Rucksack solltet ihr euch einen wasserdichten Überzug besorgen, ihr werden nicht froh sein, wenn bei einem Regen im Inneren alles patschnass ist. Dass der Rucksack keine 40 Kilo haben sollte im gepackten Zustand, eher so 10 – 15 Kilo, erwähne ich auch noch. Denkt daran, ihr werdet jedes Gramm verfluchen, wenn ihr lange Strecken zurücklegen müsst.

  • Nummer 10: gute Kleidung

Wenn du in der freien Natur bist und nichts dabei hast, ist deine Kleidung die „first line of defense“, also deine einzige Barriere zwischen deinem Körper und der Umwelt. Daraus resultierend solltest du deine Kleidung für die Krisenvorsorge oder den Bugoutbag sehr sorgfältig auswählen. Wenn es möglich ist, solltest du für jede Jahreszeit etwas Geeignetes parat haben und die Kleidung sollte mehrere Anforderungen abdecken, wie etwa Dichtheit gegen Wasser, Wärmeisolierung, sie sollte verschleißarm sein und alle Körperregionen berücksichtigen (Füße, Beine, Arme, Hände, Torso, Hals, Gesicht und Kopf). Dazu müsst ihr eventuell etwas in die Tasche greifen und eine Reihe von Kleidungsstücken besorgen. Das sollte es euch aber wert sein, außer ihr findet es cool in einem T-Shirt, einer Bermuda und Flip-Flops bei -10°C im Wald zu stehen. 😉

Die Liste ist natürlich erweiterbar, da es aber eine Top 10 sein sollte, lasse ich es hier gut sein. Einen wichtigen Hinweis möchte ich natürlich auch noch geben, bitte seid euch darüber bewusst, dass der Besitz der Ausrüstung ohne Kenntnis über die Handhabung total sinnlos ist. Sorgt zusätzlich für ausreichendes Wissen in Bezug auf Alternativen zu den oben genannten Dingen (Ressourcen aus der Natur oder dem Umfeld), wenn ihr das Zeug gekauft habt, schaut es euch bitte genau an, probiert es aus und übt den richtigen Umgang bei den Sachen die das erlauben.

Was haltet ihr von meiner Liste? Sieht eure Liste ähnlich aus oder ganz anders? Ich würde hier sehr gerne andere Meinungen sehen, bitte lasst mir doch einen Kommentar da!

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