Wohin beim Bugout? In den Wald, in die Berge, in die Stadt? In ein Baumhaus oder in eine Höhle?

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Wenn man aufgrund einer Extremsituation gezwungen ist sein trautes Heim verlassen zu müssen, sollte man sich natürlich gut überlegen wohin man flüchtet. Schließlich möchte man die Lage nicht noch weiter verschlechtern und sich einen Ort aussuchen, wo man am Schluss noch mehr in Gefahr ist, als wenn man bleiben würde.

Dazu gibt es natürlich mehrere Möglichkeiten, es ist grundsätzlich davon abhängig, wo man jetzt wohnt und welche Umstände gerade herrschen. Ich habe beschlossen für mich persönlich nachzudenken und eine Liste mit Vor- und Nachteilen der möglichen Fluchtorte zu erstellen. Dabei gehe ich von folgenden Umständen aus:

  • Es besteht keine Möglichkeit auf Hilfe von außen (keine Sammelstellen, Unterkünfte, Transportmöglichkeiten zu einem sicheren Ort, keine Verpflegung mit Nahrung und Wasser vor Ort)
  • Es besteht Gefahr durch andere Menschen (zivile Unruhen, bewaffnete Soldaten und Zivilisten, Plünderungen)
  • Der Strom ist großflächig ausgefallen (Geschäfte, Tankstellen und Banken sind geschlossen)
  • Von den Behörden kommen zwar Anweisungen vor Ort zu bleiben und Ruhe zu bewahren, es ist einem aber klar, dass dies durchaus gefährlich sein kann

 

Welche Fluchtorte kommen nun in Frage und wo liegen die Vor- und Nachteile?

  • Flucht in eine größere Stadt

Die Vorteile liegen hier darin, dass es leichter ist Unterschlupf zu finden, es gibt eventuell noch eher Lebensmittel und Wasser (in Boilern z.B.), es gibt zahlreiche Erste-Hilfe Kästen und Medikamente, das Militär und die Behörden werden am ehesten in den Städten eingreifen und helfen oder evakuieren.

Die Nachteile sind natürlich, dass bei vielen Leuten auch Verbrechen geschehen werden, vor allem, wenn die Polizei und das Militär andere Sorgen haben. Unvorbereitete Menschen werden in die Städte drängen und dort auf Hilfe hoffen. Es wird extrem schwierig werden zu entscheiden, ob man anderen vertrauen kann, oder nicht. Für fremde Truppen werden große Städte natürlich die primären Angriffsziele sein und nicht die kleine Provinz am Land.

  • Flucht in die Berge

Der Vorteil der Berge ist, dass die Bevölkerungsdichte hier sehr gering ist, so ist die Konkurrenz weit geringer als in Ballungszentren. Fremdes Militär wird eher einfache Routen wählen und nicht über die Berge marschieren, auch mit schweren Fahrzeugen werden sie die Berge meiden. Mit einem Signalfeuer kann man auf einem Berg von sehr weit auf sich aufmerksam machen, falls nötig. Sauberes Trinkwasser zu finden, ist in den Bergen sicher leichter. Brennholz ist reichlich vorhanden, es gibt Tiere und Pflanzen, die man als Nahrungsquelle nutzen kann.

Die Nachteile liegen natürlich in der Versorgung mit Nahrung, vor allem in der kalten Jahreszeit bei harten Witterungsbedingungen. Im Winter wird es in den Bergen um einiges kälter, als in den tieferen Lagen. Das Gelände ist eventuell sehr unwegsam und man läuft schnell Gefahr sich zu verletzen, indem man stürzt und sich die Knochen bricht. Wenn man weit von der Zivilisation weg ist, bekommt man auch kaum Informationen über die aktuelle Lage und weiß nicht, ob es sicher ist zurückzukehren. Eine Flucht in die Berge ist mit Sicherheit auch extrem anstrengend und wird eine gewisse Fitness voraussetzen. Tiere können eine Bedrohung sein, vor allem wenn es Wildschweine, Bären oder Wölfe gibt.

  • Flucht in den Wald

Der Vorteil im Wald ist, dass man sich wie in den Bergen sehr gut verstecken kann, ich gehe auch davon aus, dass nicht viele Menschen in den Wald flüchten werden, weil sie nicht wissen, wie man hier überlebt und dort auch Angst haben, also hält sich auch die Konkurrenz in Grenzen. Dennoch ist es möglich rasch in die Nähe von bewohnten Gebieten zu kommen, um zu sehen, wie die aktuelle Lage ist. Man findet im Wald Wasser, Nahrung und kann sich einen Unterschlupf bauen, im dichten Nadelwald bleibt man auch im Winter vor Regen und Schnee weitgehend geschützt. Mitunter gibt es im Wald verlassen Hütten oder Hochstände, die man als Unterschlupf nutzen kann. Brennholz ist in großen Mengen verfügbar. Im Krieg haben die Menschen oft durch Rückzug in den Wald oder den Dschungel überlebt.

Die Nachteile liegen auch hier in der Verletzungsgefahr, durch unwegsames Gelände (Wurzeln, Steine, usw.), eventuell trifft man hier auf das Militär, wenn sie sich im Gefecht verschanzen, das könnte gefährlich werden. Tiere können, wie auch in den Bergen eine Bedrohung sein. Es besteht auch die Gefahr die Orientierung zu verlieren.

  • Flucht in eine Höhle

Der Vorteil ist hier klar, es ist wahrscheinlich trocken und man ist geschützt vor Wind und Wetter. Man kann den Eingang vielleicht gut tarnen und hat somit ein gutes Versteck. Wenn die Möglichkeit besteht ein Feuer zu machen, ohne im Rauch zu ersticken, hat man durch die Wände eine gute Wärme, da die Strahlung reflektiert wird.

Die Nachteile sind, dass Höhlen meist auch von Tieren als Unterschlupf genutzt werden, bzw. kennen mit Sicherheit auch andere Menschen diese Verstecke. Man kann auch nicht immer sicher sein, dass die Höhle stabil ist, es besteht eventuell die Gefahr, dass bei einem Unwetter große Mengen Wasser eindringen. In großen Höhlen kann man auch die Orientierung verlieren. Wenn es nur einen Zugang gibt, ist man auch ziemlich schnell “in der Falle” und hat keine Möglichkeit zu entkommen. Ein Feuer zu machen und dem Rauch ausgesetzt zu sein, kann eine Rauchgasvergiftung nach sich ziehen.

  • Flucht in ein Baumhaus

Als Kind war es super ein Baumhaus zu haben oder eines zu bauen. Der Vorteil ist, dass man weg vom Boden und vor Kälte und Nässe geschützt ist (sofern es ein Dach gibt). Wenn der Baum schwer zugänglich ist, mit einer einziehbaren Strickleiter z.B., ist es auch nicht so leicht, dass einem jemand nahe kommt. Man kann ein Baumhaus auch gut tarnen und Leute, die einfach unten drunter spazieren, sehen es vielleicht gar nicht.

Die Nachteile sind, dass man da oben auch eingesperrt ist und nicht weg kann, falls man von unten bedroht wird. Weiters muss man alles irgendwie in den Baum hinauf bekommen (Ausrüstung, Nahrung). Ein Feuer zu machen am Baum ist eventuell eine schlechte Idee und bei einem Waldbrand sollte man schleunigst das Weite suchen.

  • Flucht im Auto oder Wohnmobil

Der Vorteil eines Fahrzeuges ist, dass man auch weitere Strecken rasch überwinden kann, es gibt eine Heizung und man kann die Türen verriegeln. Solange noch Strom für den Radio vorhanden ist und noch jemand sendet, bekommt man Infos. Man kann auch größere Mengen an Proviant und Ausrüstung mitnehmen. Mehrere Personen finden Platz, bei Kindern oder älteren Personen ist man so auch klar im Voreil.

Die Nachteile sind, dass man Straßen, Wege oder halbwegs befahrbares Gelände braucht, um sich fortzubewegen. Sollte es keinen Zugang zu Treibstoff geben, kommt man nur so weit, wie die Reserven reichen. Wenn andere Menschen nach einem funktionierenden Fahrzeug suchen oder einfach nur einer Mitfahrgelegenheit wird der Andrang eventuell groß sein. Wenn die Strassen gesperrt werden, wird das Militär oder die Polizei zivile Fahrzeuge eventuell anhalten und durchsuchen.

 

Ich habe für mich selbst den Wald als bevorzugtes Fluchtziel gewählt, sofern eine Flucht mit dem Auto nicht mehr möglich ist (ansonsten fahre ich zu einem Wald). Natürlich muss ich mich im Vorfeld mit den Gegebenheiten des Waldes auseinandersetzen. Ich werde lernen Feuer zu machen, verschiedene Arten von Unterkünften zu bauen, ich mache mich schlau über die Tiere und Pflanzen bei uns und wie ich diese nutzen kann. Ich werde mir Ausrüstung zurechtlegen, die ich im Wald brauche und nutzen kann und auch den Umgang damit lernen und üben.

 

Was sagt ihr zu dieser Auflistung? Seid ihr meiner Meinung oder seht ihr das eine oder andere nicht so wie ich? Fallen euch noch andere Fluchtmöglichkeiten ein? Ich würde mich über einen Kommentar freuen!

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