Warum verderben Lebensmittel? Tipps zur richtigen Lagerung!

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Lebensmittellagerung ist ein wichtiges Thema für Prepper, es ist zwar gut Nahrungsmittel auf Vorrat zu haben, aber wenn diese verderben, kann es ein erhebliches Risiko sein, diese Waren zu verzehren. Aber warum verderben Lebensmittel überhaupt, bzw. was sollte man bei der Lagerung beachten? Mehr dazu in diesem Artikel.

Zu Beginn wollte ich wissen, welche Gefahren es für Lebensmittel gibt, dabei spielen mehrere Faktoren eine Rolle.

Feuchtigkeit, Licht und Luft

Sonnenlicht löst in Lebensmitteln einige Reaktionen aus, das kann zu Veränderungen des Geschmackes, des Aussehens und auch des Nährstoffgehaltes führen. Speziell Vitamine sind davon betroffen, also sollte man stark vitaminhaltige Nahrungsmittel eher dunkel lagern (Obst z.B.). Durch die Lagerung gehen dennoch Vitamine verloren, aber der Verlust wird so ein wenig verlangsamt. Frische Luft führt ebenfalls zu Veränderungen im Nährstoffgehalt und auch dem Aroma von verschiedenen Lebensmitteln. Auch die Luftfeuchtigkeit ist relevant, ist sie zu gering, können Nahrungsmittel austrocknen, bei zu hoher Feuchtigkeit, werden Fäulnisprozesse und Schimmelpilze begünstigt.

Hitze und Kälte

Wenn etwas fault, wird dies durch Hitze meist beschleunigt. Obwohl wir Lebensmittel kühlen, kann auch Kälte ungünstig sein, bestimmte Obst- und Gemüsesorten sind empfindlich in Bezug auf niedrige Temperaturen. Beispiele hierfür wären Tomaten, Zucchini, Erdbeeren oder Südfrüchte. Die Empfindlichkeit begründet sich in den Zellen und deren Atmung, was z.B. bei Bananen dazu führt, dass sie schneller schwarz werden.

Mikroorganismen (z.B. Bakterien, Pilze)

Bakterien und Schimmelpilze können außen an den Lebensmitteln ansetzen und dringen nach und nach auch ins Innere ein. Beginnt ein Lebensmittel zu schimmeln oder zu gären, setzt Fäulnis ein, so sollte man auch beim Lagern von Lebensmittel auf Hygiene achten, um solche Organismen zu reduzieren. Entfernt man rechtzeitig schimmlige Früchte, kann man den Rest eventuell noch davor bewahren.

Enzyme

In praktisch allen Nahrungsmitteln kommen Enzyme vor, das führt ebenfalls aus verschiedenen Gründen zu ungünstigen Voraussetzungen für die Lagerung. Bei Obst und Gemüse sorgen diese Enzyme für das Nachreifen, auch das Äpfel nach dem Schneiden braun werden, begründet sich darauf. In Verbindung mit dem Sauerstoff aus der Luft, kommt es zu einer Oxidation und der wohlbekannten Braunfärbung.

Schädlinge

Es gibt auch zahlreiche größere Schädlinge, die unserer Nahrung Probleme bereiten können, dazu gehören Käfer, Maden, Würmer, wie auch Mäuse und Ratten. Vor diesen Lebewesen muss man die Waren auch schützen. Daher sind Säcke, Plastik oder andere weiche Behältnisse oft nicht die richtige Wahl. Harte Kunststoffe, mit luftdicht verschlossenen Deckeln, wären besser geeignet.

Wie sollte man Lebensmittel am besten lagern, damit sie so lange wie möglich haltbar bleiben? Hierzu habe ich ein paar Tipps zusammengesucht, die Angaben sind allerdings ohne Gewähr, da ich hierfür mehrere Quellen genutzt habe.

– Brot und Backwaren

Diese Lebensmittel sollte man bei Zimmertemperatur lagern (nicht im Kühlschrank), am besten an einem verschlossenen Ort (Brot Dose) und man sollte dieses Behältnis hin und wieder mit Essigwasser reinigen, das beugt Schimmel vor.

– rohes Fleisch und Fisch

Dies Nahrungsmittel verderben sehr schnell, daher sollte man diese immer gekühlt oder sogar im gefrorenen Zustand aufbewahren. Eine Vakuumierung, wäre noch eine zusätzliche Möglichkeit eine längere Haltbarkeit zu gewährleisten. Alte Techniken wie Räuchern, Pökeln oder Trocknen, können zum Teil sogar eine Kühlung überflüssig machen.

– Obst und Gemüse

Was mir nicht bewusst war ist, dass man Obst und Gemüse nicht gemeinsam lagern sollte. Aus Obst strömt anscheinend ein Gas aus, dass manche Gemüsesorten schneller altern lässt. Fallweise vertragen sich auch dadurch gewisse Obstsorten nicht mit anderen, speziell Apfel und Birnen, sollte man getrennt von anderen Obstsorten lagern.

– Konserven und Einmachgläser

Bei Konserven liegt man bei der Haltbarkeit sicher richtig, da diese oft viele Jahre problemlos überstehen, einfach zu lagern sind und meist auch noch günstig sind. Vorsicht ist aber geboten, wenn die Dosen Rost ansetzen, aus- oder eingebeult sind oder sogar undicht. Bei Gläsern kann es auch passieren, dass die Dichtigkeit nicht mehr gegeben ist, das wird sich aber beim Öffnen durch das Aussehen oder den Geruch bemerkbar machen.

– Wasser

Wer einen Trinkwasservorrat hat (in Form von Flaschen), sollte diese an einem dunklen, kühlen Ort lagern, an dem es nur wenige Temperaturschwankungen gibt. Mineralwasserflaschen würden sich als Vorrat eignen und halten lt. meinen Informationen viele Jahre, auch wenn das Ablaufdatum bereits überschritten wurde. Glasflaschen sollen dabei besser sein als PET-Flaschen, da sich aus dem Kunststoff über die Jahre doch Chemikalien lösen könnten.

– Lebensmittel die keine Kühlung brauchen (Nudeln, Reis, trockene Bohnen, usw.)

Diese Lebensmittel sollte man ebenfalls dunkel, trocken und vor allem luftdicht lagern. Sobald sie offen sind, wäre ein zeitnaher Verbrauch ratsam. Manche Leute füllen diese Nahrungsmittel in PET-Flaschen, das soll sehr gut funktionieren, sofern man sich keine Sorgen um die Chemikalien im Kunststoff macht.

– Temperaturzonen im Kühlschrank

Im Kühlschrank herrschen je nach Höhe unterschiedliche Temperaturen, je weiter oben, desto wärmer ist es. Ausnahmen bilden hier nur Gemüseladen und die Tür, dort kann es ebenfalls wärmer sein, als im Rest des Kühlschranks. Diese „wärmeren“ Zonen, sollte man eher für kälteempfindliche Lebensmittel verwenden (Obst und Gemüse)

Zitrus- und Südfrüchte sollte man nicht im Kühlschrank lagern, das gilt auch für Gurken, Paprika und Kartoffeln. Oberhalb des Gemüsefaches ist der kälteste Ort, hier gehören schnell verderbliche Waren wie Fleisch- und Fischprodukte gelagert.

Geräucherte Lebensmittel, Milch und Käse brauchen es nicht so kalt, daher kann man sie auch in der Mitte des Kühlschranks lagern. Bereits zubereitete Nahrungsmittel kann man getrost ganz oben im Kühlschrank unterbringen.

– offene Packungen

Sofern es möglich ist, sollte man geöffnete Lebensmittelverpackungen wieder versiegeln oder in andere luftdichte Behältnisse umlagern. Dabei geht es um den Schutz gegen Luft und Feuchtigkeit und den Schutz vor Mikroorganismen. Viele Kühlschränke werden auch zu wenig gereinigt, daher befinden sich zahlreiche Keime und Erreger bereits im Inneren des Kühlschranks und warten nur auf Lebensmittel. Diese werden zum Teil recht gut fertig mit der kalten Umgebungsluft.

– richtige Reihenfolge

Der letzte Tipp bezieht sich auf die Reihenfolge der gelagerten Nahrungsmittel, egal ob im Kühlschrank oder Keller, die älteren oder leichter verderblichen Waren gehören nach vorne, damit man diese auch zuerst verbraucht.

– lang haltbare Lebensmittel

Dazu habe ich bereits mal einen Blogartikel geschrieben, wer Interesse hat, kann das hier nachlesen:

Blogartikel – lang haltbare Lebensmittel

Begriffe wie luftdicht, trocken und kühl, fallen im Zuge der Lagerung von Lebenmitteln immer wieder und damit liegt man auch meist nicht verkehrt. Wenn man nach vielen Jahren auf solche Lebensmittel zurückgreift, ist dennoch Vorsicht geboten und man sollte sich immer noch mittels Aussehen, Geruch und Geschmack von der Genießbarkeit überzeugen. Aber selbst dann bleibt dennoch ein Restrisiko, man wird nie zu 100% garantieren können, dass das Lebensmittel nach vielen Jahren noch in Ordnung ist, das kann wohl nur ein Labor.


 

Gibt es noch Tipps und Tricks die man ergänzen könnte? Wenn ja, schreibt mir dazu bitte einen Kommentar, über ein Like und ein Abo meines Blogs, würde ich mich ganz besonders freuen.

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